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Handelsabkommen : „Die deutschen Maschinenbauer brauchen sich keine Sorgen zu machen“

  • -Aktualisiert am

Ein Arbeiter steht in einer Montagehalle des Siemens-Turbinenwerks. Bild: dpa

Auf den ersten Blick sieht das Abkommen zwischen China und Amerika wie eine Bedrohung für die deutschen Maschinenbauer aus. Beim Branchenverband VDMA aber lösen die Vereinbarungen keine große Besorgnis aus.

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          Das sogenannte Phase-eins-Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten und China sieht auf den ersten Blick wie eine Bedrohung für die deutschen Maschinenbauer aus. Schließlich stehen auf der von Präsident Donald Trump forcierten Einkaufsliste der Chinesen auch Maschinen – und das bei einer Ausweitung chinesischer Importe im Gesamtwert von 200 Milliarden Dollar für die nächsten zwei Jahre.

          Uwe Marx

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Beim Branchenverband VDMA aber lösen die Vereinbarungen zwischen Amerika und China – den mit Abstand größten Einzelmärkten der Branche – keine allzu große Besorgnis aus. „Die deutschen Maschinenbauer brauchen sich keine Sorgen zu machen“, sagt Ulrich Ackermann, der Außenwirtschaftsexperte des Verbandes. Seine Begründung: „Es gibt nur wenige amerikanische Hersteller, die international konkurrenzfähig sind. Da kann man schon die Frage stellen, wo China die Maschinen herbekommen will, die es braucht.“

          Aus den Vereinigten Staaten allein werde das nicht möglich sein. Zudem stelle sich die Frage, ob die Vereinbarung WTO-kompatibel sei. Schließlich regele das Meistbegünstigungsprinzip, dass alle Handelspartner gleich behandelt werden müssen, sofern es sich nicht um einen Freihandelvertrag handelt. Deshalb dürfte demnächst auch Europa auf jene chinesischen Zugeständnisse gegenüber Amerika pochen, die den Datenklau und staatlich subventionierten Technologietransfer betreffen.

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