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TUI-Deutschland-Chef : Trotz Klimadebatte: Die Deutschen fliegen eher mehr

Und was ist mit dem Klima? Der Chef von TUI-Deutschland prognostiziert, dass junge Leute auch in Zukunft noch zu weit entfernte Urlaubszielen fliegen möchten – trotz „Fridays for future“. Bild: dpa

Abkehr vom Fliegen? Nein, beim Reisekonzern TUI sind die Flugziele Türkei und Nordafrika die Gewinner des Jahres.

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          Von Flugscham der Urlauber keine Spur. Wenn Marek Andryszak, Deutschlandchef des Reisekonzerns TUI, in die Konzernstatistik blickt, dann fallen die Zuwächse für einige Reiseziele auf: 40 Prozent mehr Buchungen deutscher Kunden für die Türkei, 37 Prozent mehr für Marokko, 31 Prozent mehr für Ägypten sind bis jetzt eingegangen – alles Ziele, zu denen Urlauber mit dem Flugzeug aufbrechen. „Wir sehen keine Veränderungen in der Nachfrage. Kunden wenden sich nicht von Flugreisen ab“, sagt Andryszak im Gespräch mit der F.A.Z. nach Monaten mit Klimaschutzdemonstrationen von Schülern und jungen Erwachsenen an jedem Freitag.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

          „Es gibt Gruppen, die sich intensiv bestimmten Themen widmen, das war schon immer so“, sagt er. Abtun will er kritische Stimmen zu Reisen und Emissionen nicht, setzt aber zunächst einen anderen Schwerpunkt. „Unser Ziel ist es, auf kleine Plastikteile komplett zu verzichten. 140 Millionen Teile wurden im Einkauf schon durch Alternativen ersetzt“, sagt er. Das heißt: keine Plastik-Umrührstäbchen im Flugzeug, keine Plastik-Trinkhalme in TUI-eigenen Hotels, keine Minishampoo-Fläschchen in den Bädern auf TUI-Schiffen mehr. Für die Fluggesellschaft TUI fly geht es derweil darum, Emissionen zu senken, statt Flüge zu streichen.

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