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Trotz des Gewinneinbruchs der Dresdner Bank : Allianz verdient so viel wie nie

  • Aktualisiert am

Eine Allianz für den Gewinn Bild: ddp

Acht Milliarden Euro - der Versicherungskonzern Allianz hat 2007 einen Rekordgewinn eingefahren. Im laufenden Jahr hängt das Wohl und Wehe des Unternehmens aber stärker denn je von der Entwicklung an den Kapitalmärkten ab, warnt Vorstandschef Diekmann.

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          Trotz eines Gewinneinbruchs bei der Dresdner Bank hat der Allianz-Konzern 2007 so viel verdient wie noch nie. Der Rekordgewinn von acht Milliarden Euro übertraf das Vorjahresergebnis um eine Milliarde. Vorstandschef Michael Diekmann betonte aber für das laufende Jahr die Herausforderungen für das Unternehmen: „In stärkerem Maße als üblich beeinflussen aber die Finanzmärkte und ihre weitere Entwicklung unsere Geschäftsergebnisse“, warnte Diekmann am Donnerstag in München.

          Die Dresdner Bank bleibt Sorgenkind

          Sorgenkind bleibt die Dresdner Bank. Das Versicherungsgeschäft lief rund, aber der Betriebsgewinn der Banktochter halbierte sich auf 730 Millionen Euro. Das Investment-Banking, das nach Einschätzung des Allianz-Vorstands ohnehin nur im Mittelfeld mitspielt, wurde von den Turbulenzen am Kreditmarkt gebeutelt und musste 1,3 Milliarden Euro im Handelsbuch abschreiben. Vorstandsmitglied Helmut Perlet sagte: „Wir legen den Fokus auf unsere langfristige Fähigkeit zur Wertschöpfung und sind zuversichtlich, dass unser Bankgeschäft diese Anforderung erfüllen wird.“

          Der Umsatz des Allianz-Konzerns stieg im vergangenen Jahr leicht auf 102,6 Milliarden Euro. Der Betriebsgewinn legte auf 10,9 Milliarden Euro zu, der Überschuss stieg auf 7,966 Milliarden Euro und übertraf den Rekordwert des Vorjahres erneut um eine Milliarde. Den Löwenanteil trug die Schadens- und Unfallversicherung bei, die leicht zulegte. Das stärkste Wachstum verzeichneten die Lebens- und Krankenversicherung sowie die Vermögensverwaltung. Das Eigenkapital der Allianz-Gruppe sank von 50 auf 48 Milliarden Euro, die Die Zahl der Kunden weltweit stieg um sieben Prozent von 75 Millionen auf 80 Millionen. Diekmann sagte, trotz der aktuellen Probleme sei die Allianz in einer starken Position, um ihre mittelfristigen Ziele zu erreichen.

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