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Trotz Dauer-Krise : In der Deutschen Bank arbeiten 643 Millionäre

Die Sonne scheint über der Zentrale der Deutschen Bank Bild: Wolfgang Eilmes

Die Deutsche Bank ist seit Jahren im Krisenmodus. Doch mehr als 600 Mitarbeiter des Geldhauses verdienen trotzdem prächtig, keine Bank in Europa leistet sich mehr Einkommensmillionäre.

          Keine Bank in Europa beschäftigt so viele Millionäre wie die Deutsche Bank. Zu diesem Schluss kommt die französische Wirtschaftszeitung „Les Echos“, welche die Gehaltsstrukturen großer europäischer Finanzhäuser miteinander verglichen hat. In der Deutschen Bank arbeiteten demnach im vergangenen Jahr 643 Mitarbeiter, die mindestens 1 Million Euro brutto verdienten.

          Christian Schubert

          Wirtschaftskorrespondent in Paris.

          Das waren zwar knapp 9 Prozent weniger als im vergangenen Jahr, aber deutlich mehr als beim Zweitplazieren, der britischen Bank Barclays. Dort arbeiteten 2018 nur 542 Beschäftigte mit einem Millionengehalt. Die britisch-asiatische Bank HSBC rangiert auf dem dritten Platz.

          Die Deutsche Bank bestätigte die Auswertung der Wirtschaftszeitung, die auf Veröffentlichungen in den Geschäftsberichten beruht. „Wir sind eine global arbeitende Bank. Wir müssen beispielsweise gegenüber den großen amerikanischen Investmentbanken attraktiv bleiben“, sagte eine Sprecherin der Bank.

          Für die französischen Banken sind die Angaben in der Studie allerdings nicht vollständig. Diese erwähnen in ihren Geschäftsberichten nicht die Mitarbeiter aus der Vermögensverwaltung. Am Spitzenplatz der Deutschen Bank dürfte dies jedoch nichts ändern. Denn der Großteil der Banker mit Spitzengehalt arbeitet in der Regel im Investmentbanking, das bei der Deutschen Bank besonders ausgeprägt ist – und damit teuer. In der Studie sind 17 Banken aufgeführt. Auf dem letzten Rang liegt die Commerzbank mit 12 „Millionären“ für das Geschäftsjahr 2017.

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