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Trotz A380-Aus : Airbus legt gute Zahlen vor

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Der A330-800 hatte am 6. November 2018 seinen Jungfernflug. Bild: EPA

Zwei Flugzeug-Modelle belasten das Ergebnis. Ansonsten übertrifft Airbus mit Umsatz und Gewinn aber die Erwartungen. Nur bei der Dividende enttäuscht der Konzern die Anleger.

          Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus hat trotz hoher Belastungen durch die Einstellung des Riesenfliegers A380 und Kosten für den Militärtransporter A400M im vergangenen Jahr einen deutlichen Gewinnsprung erzielt. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 3,05 Milliarden Euro und damit 29 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie der Boeing-Rivale am Donnerstag in Toulouse mitteilte.

          Der Umsatz legte um acht Prozent auf 63,7 Milliarden Euro zu. Im Vorjahr hatte das Unternehmen 59,0 Milliarden Euro Umsatz gemacht. Das Betriebsergebnis (bereinigtes Ebit) kletterte von 3,19 Milliarden Euro auf 5,83 Milliarden Euro. Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Analysten hatten nur mit einem Umsatz von 62,79 Milliarden Euro und einem Betriebsergebnis von 5,03 Milliarden Euro gerechnet.

          Die Sonderbelastungen durch A380 und A400M summierten sich auf rund 900 Millionen Euro. Die Aktionäre sollen eine um zehn Prozent auf 1,65 Euro erhöhte Dividende erhalten. Allerdings waren Analysten im Durchschnitt von einer stärkeren Anhebung ausgegangen.

          Für 2019 nimmt sich das Management um den scheidenden Vorstandschef Tom Enders weitere Zuwächse vor. Der bereinigte operative Gewinn soll um etwa 15 Prozent steigen. Dazu will das Unternehmen 880 bis 890 Passagierjets ausliefern. Im vergangenen Jahr hatte Airbus 800 Maschinen an seine Kunden übergeben.

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