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Coty-Chefin Sue Nabi : „Geh dahin, wo es schwer ist“

Sue Nabi Bild: Coty

Sue Nabi ist die erste Transfrau an der Spitze eines Großkonzerns. Den Wandel ihrer Identität sieht sie als Pluspunkt, um den Kosmetikhersteller Coty voranzubringen.

          7 Min.

          Sue Nabi kann sich bis heute gut daran erinnern, was ihr Vater ihr eintrichterte, als sie ein Teenager war und noch Youcef mit Vornamen hieß: „Geh nicht den leichten Weg! Geh dahin, wo es schwer ist, dort lernst du mehr!“ Sie hat das oft beherzigt. Zum Beispiel, als sie eine Glanzkarriere beim französischen Kosmetikgiganten L’Oréal aufgab, um aus dem Nichts eine eigene Marke für Schönheitsprodukte aufzubauen. Und auch, als sie dieses unternehmerische Projekt, das sie noch immer als ihr Baby sieht, vor einem halben Jahr hinter sich ließ, um Vorstandschefin von Coty zu werden, einem New Yorker Kosmetik- und Parfümspezialisten mit gewaltigem Restrukturierungsbedarf.

          Roland Lindner

          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Es ist eine knifflige Aufgabe, wie Nabi selbst gesteht: „Es gibt viel zu reparieren.“ Für sie ist das Unternehmen, das zum Imperium der deutschen Milliardärsfamilie Reimann gehört, ein Rohdiamant. Ein Diamant wegen all der zugkräftigen Marken wie Gucci, Burberry, Hugo Boss, Bruno Banani oder Covergirl, unter denen Coty Düfte und Kosmetik vertreibt. Aber eben roh, weil das Potential einiger dieser Marken in der Vergangenheit nicht ausgeschöpft und ihnen nicht der richtige Glanz gegeben worden sei. Nabi traut sich zu, das zu ändern: „Ich habe das auch in der Vergangenheit geschafft, und ich denke, das ist wirklich machbar.“

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