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Autohersteller : Toyota überholt Volkswagen als Nummer eins

Eine Mitarbeiterin von Toyota steht in einem Verkaufsraum in Tokio. Bild: AFP

Japans Nummer eins, Toyota, schlägt sich in der Pandemie besser als Europas Nummer eins, Volkswagen. Mit 9,5 Millionen verkauften Autos rückt Toyota zum ersten Mal seit 2015 wieder an die Spitze der globalen Autohersteller.

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          Die Corona-Pandemie verschiebt das Kräfteverhältnis zwischen den großen Automobilunternehmen. Zum ersten Mal seit 2015 hat Toyota Motor im vergangenen Jahr wieder mehr Autos verkauft als der deutsche Konkurrent Volkswagen. Der japanische Marktführer meldete am Donnerstag einen globalen Fahrzeugverkauf von 9,53 Millionen Stück. Volkswagen hatte schon zuvor seinen Absatz im Jahr 2020 mit 9,31 Millionen Autos angegeben. Die Zahlen für Toyota enthalten auch die Verkäufe der Tochtergesellschaften Daihatsu und Hino.

          Patrick Welter

          Korrespondent für Wirtschaft und Politik in Japan mit Sitz in Tokio.

          Der Erfolg Toyotas beendet ein für die Autobranche schwieriges Jahr, weil die Corona-Lockdowns in wichtigen Absatzmärkten der Welt den Autoverkauf stark beeinträchtigten. Auch die generelle Unsicherheit der Verbraucher ließ diese vor größeren Anschaffungen zurückschrecken. Erst gegen Jahresende zeichnete sich eine Erholung des Autoabsatzes ab.

          Toyota verkaufte im vergangenen Jahr 11,3 Prozent weniger Fahrzeuge, während das Minus von Volkswagen 15,2 Prozent beträgt. Damit stehen beide deutlich besser da als etwa der japanische Mitbewerber Nissan Motor, der im vergangenen Jahr nur 3,63 Millionen Autos verkaufte oder 26,8 Prozent weniger als zuvor. Mitsubishi Motors verkaufte mit fast 820.000 Autos gar 33,1 Prozent weniger Autos als zuvor.

          Die Allianz um Renault fällt zurück

          Damit fällt die Autobauerallianz von Renault, Nissan und Mitsubishi Motors, die nach dem Bruch mit dem früheren Chef Carlos Ghosn sich neu aufzustellen versucht, gegenüber den beiden globalen Marktführern weiter zurück. Die Unternehmen der Allianz verkauften 2020 nur noch 7,8 Millionen Fahrzeuge, 23 Prozent weniger als zuvor. Global schrumpfte der Automarkt im vergangenen Jahr um etwa 14 Prozent. Anders als die großen Konkurrenten gelang es Toyota, seinen Verkauf weniger stark als der Durchschnitt schrumpfen zu lassen.

          Der Wechsel an der Spitze der Rangliste der Autohersteller gründet zu einem Teil in der unterschiedlichen regionalen Ausrichtung der Unternehmen, weil die Absatzmärkte durch die Corona-Pandemie unterschiedlich betroffen waren. In der Europäischen Union, einem der Schwerpunkte Volkswagens, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 24 Prozent weniger Autos verkauft. In den Vereinigten Staaten, der wichtigsten Region für Toyota, verkleinerte der Markt sich dagegen nur um 15 Prozent.

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