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Tourismus in der Pandemie : Immer öfter nur geimpft in Urlaub

Touristen fotografieren ein Kreuzfahrtschiff im Hafen von San Juan in Puerto Rico. Bild: dpa

Erst der Pieks, dann die Ferien – die Zahl der Reisen, für die das gilt, steigt. Denn Impfungen werden über kurz oder lang obligatorisch für Reisende. Das soll Anbietern sogar mehr Kunden bringen.

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          Auf Mallorca ist der Sommer länger – was der Reisekonzern TUI mit diesen Worten Kunden mitteilte, taugt weder als Wettervorhersage für die Balearen noch als Neubestimmung der Jahreszeiten. Hinter der Überschrift steckt eine Branchenhoffnung, für den Herbst noch Buchungen zu ergattern, die nicht nur der Marktführer gern schon im Sommer gesehen hätte. Marktforscherdaten deuten darauf hin, dass der Wunsch auf einen Endspurt zum Saisonschluss keineswegs verwegen ist. Gleichzeitig gewinnt die Debatte an Gewicht, ob Anbieter nur noch Geimpfte und Genesene mitnehmen sollten. Die Zahl der Reisen steigt, auf denen bloß Getestete keinen Platz finden.

          Timo Kotowski
          Redakteur in der Wirtschaft.

          Der Reiseveranstalter Alltours war mit der Ankündigung vorgeprescht, von Ende Oktober an nur Geimpfte und Genesene in den unternehmenseigenen Allsun-Hotels einzuquartieren. Für Kinder unter 18 Jahren gibt es Ausnahmen. „Das ist der richtige und zukunftsweisende Weg in die Normalität“, zeigte sich Alltours-Chef Willi Verhuven damals überzeugt. „Die Reisebranche und deren Kunden brauchen wieder Planungssicherheit und Stabilität.“ Was anfangs als Nischenstandpunkt galt, macht Schule. Kritik vom Branchenverband DRV gibt es nicht. „Die Impfung ist derzeit das wirksamste Mittel gegen Corona und erleichtert auch das grenzüberschreitende Reisen erheblich“, teilt der DRV mit.

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