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Tourismus-Krise : Der fehlende Ausweg

  • -Aktualisiert am

Das bekannte Hotel Hessischer Hof hat schon aufgegeben. Bild: Picture-Alliance

Die Politik scheint keinen Plan zu haben, wie das Hotel-Geschäft auch in Zeiten der Pandemie laufen kann.

          1 Min.

          Nicht genügend Einnahmen für einen kostendeckenden Betrieb und keine Aussicht, dass sich in den nächsten Jahren etwas daran ändert – so verheerend ist die Lage aus Sicht von Stadthoteliers. Die Ersten haben aufgegeben im Kampf gegen die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie. Bestehende sowie neue Beschränkungen lassen Geschäftsreisende und ausländische Gäste ausbleiben.

          Für das internationalen Reisegeschäft prognostiziert das Kompetenzzentrum Tourismus des Bundes im realistischen Szenario schon, dass eine Erholung erst 2023 gelingen kann. Dieser Ausblick ist ein Alarmsignal: So lange werden auch gutsituierte Betriebe kaum im kümmerlichen Status quo verharren können. Es ist leicht, Beschränkungen mit dem Infektionsgeschehen zu begründen. Wer will schon der Feststellung widersprechen, dass die Pandemie zur Vorsicht zwingt?

          Doch staatliche Mahnungen und Warnungen lassen schmerzlich Aussagen vermissen, wie es für Unternehmen weitergehen soll, wenn 2021 ein weiteres Jahr mit Maske wird. Es scheint, als ob es in der Politik kein Konzept gibt, wie sich unvermeidliche Vorsicht und die Chance, wieder Geschäft zu machen, verbinden lassen. Laute Warnungen sind für Hotels und andere Reisebetriebe bloß der Ausdruck dafür, dass der Ausweg fehlt.

          Timo Kotowski

          Redakteur in der Wirtschaft.

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