https://www.faz.net/-gqe-8059n

Total-Chef im Gespräch : „Ölpreis wird nach dem Sommer wieder steigen“

  • Aktualisiert am

Total-Chef Patrick Pouyanné vor einem Besuch im Elysee-Palast Anfang Januar Bild: AP

Wegen des niedrigen Ölpreises fehlt Konzernen wie Total und BP Geld für neue Investitionen. Aber ausgerechnet das wird den Preis bald wieder nach oben treiben, prognostiziert Total-Chef Patrick Pouyanné im F.A.Z.-Gespräch.

          1 Min.

          Die Zeit niedriger Ölpreise könnte nach Einschätzung des französischen Konzerns Total schon bald wieder zu Ende sein. „Ich würde sagen, dass sie mindestens bis zum Sommer niedrig bleiben und längerfristig wieder steigen werden“, sagte Unternehmenschef Patrick Pouyanné in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (F.A.Z.)

          Die Ölfelder würden nach und nach leer gepumpt, so dass die globale Förderung  jährlich um drei bis vier Prozent falle. „Wenn aber die Preise niedrig bleiben, fehlen die Mittel für die Finanzierung neuer Projekte, die die Nachfrage decken können.“ Solange keine neuen Felder erschlossen würden, verknappe sich das Angebot von allein und treibe zwangsläufig die Preise nach oben, zumal es dann noch auf eine steigende Nachfrage aus den Wachstumsländern treffe.

          „In der historischen Erfahrung haben wir erlebt, dass die Preise im Allgemeinen nach 18 bis 24 Monaten nach einem Ölpreisschock wieder angestiegen sind“, sagte Pouyanné. Wenn es länger dauern sollte – etwa drei bis vier Jahre – kann sich der Total-Chef anschließend auch eine starke Preiserhöhung auf ein Vielfaches des heutigen Niveaus vorstellen. „Die Preise werden also wieder anziehen. Wann genau? Das weiß ich auch nicht.“

          Weitere Themen

          CureVac-Impfstoff floppt Video-Seite öffnen

          Geringe Wirksamkeit : CureVac-Impfstoff floppt

          Der Corona-Impfstoff hat Untersuchungen zufolge nur eine vorläufige Wirksamkeit von 47 Prozent. CureVac will die Studie aber bis zu ihrer finalen Auswertung mit weiteren Corona-Fällen fortsetzen.

          Topmeldungen

          Vorbild für Moskau: Ein Mann lässt sich in der russischen Hauptstadt am Donnerstag mit dem Vakzin Sputnik V impfen

          Impfen in Russland : Moskau prescht mit Pflichtimpfung vor

          Moskaus Bürgermeister und drei weitere russische Regionen verpflichten Arbeitgeber, ihre Mitarbeiter gegen das Coronavirus zu impfen. Der Kreml hingegen zögert angesichts der Impfunwilligkeit der Russen.
          Annalena Baerbock signiert am Donnerstag nach der Vorstellung ihres Buches ein Exemplar

          F.A.Z. Exklusiv : Baerbocks Pakt mit der Wirtschaft

          Die grüne Kanzlerkandidatin konkretisiert ihr Wirtschaftsprogramm. Ein zentraler Punkt sind Klimaschutzverträge, über die sie Ökologie und Ökonomie in Einklang bringen will. Ganz neu ist die Idee allerdings nicht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.