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Aktie sackt ab : Thyssen streicht Gewinnprognose zusammen

  • Aktualisiert am

Das Logo von Thyssenkrupp steht vor einem 246 Meter hohen Testturm für Aufzüge in Rottweil Bild: dpa

Wegen eines laufenden Kartellverfahrens schraubt Thyssenkrupp seine Gewinnprognose stark zurück – die Aktionäre reagieren deutlich.

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          Der Industriekonzern Thyssenkrupp rechnet wegen Risiken aus einem Kartellverfahren im Geschäftsjahr 2017/18 kaum noch mit Gewinn. Die Aktionäre reagierten mit einem Abverkauf auf die Nachricht.

          Es sei lediglich ein Überschuss von 100 Millionen Euro zu erwarten, teilte der Konzern am Donnerstagabend nach Börsenschluss in Essen mit. Im Vorjahr hatte das Unternehmen noch 271 Millionen Euro eingefahren. Die Prognose für den bereinigten Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit) wurde zudem von 1,8 Milliarden auf 1,6 Milliarden Euro gesenkt.

          Der Aktienkurs von Thyssenkrupp gab im Anschluss an die Veröffentlichung nachbörslich auf Tradegate um rund 5,6 Prozent nach.

          THYSSENKRUPP

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          Grund für die verschlechterten Erwartungen seien neue Entwicklungen im Ermittlungsverfahren wegen möglicher Absprachen bei Stahlpreisen, hieß es in der Mitteilung. Man habe sich zur Bildung von Rückstellungen entschieden, da man „erhebliche nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht ausschließen“ könne. Thyssen treibe die Untersuchungen im Konzern „mit externer Unterstützung“ voran.

          Hinzu kämen Risiken im Geschäftsbereich Components Technology – hier seien ebenfalls Rückstellungen gebildet worden – sowie Probleme bei Steel Europe und Elevator Technology. Die Zahlen für das gesamte Geschäftsjahr, das am 30. September abgelaufen ist, sollen wie bislang geplant am 21. November vorgelegt werden.

          Thyssenkrupp versucht derzeit, die Profitabilität seiner Geschäftsbereiche zu erhöhen und Kosten einzusparen, vor allem in der Konzernzentrale, dem schwächelnden Anlagen- und Schiffbau sowie im Aufzugsgeschäft.

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