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Thyssen-Krupp-Chefin Merz : „Wir sanieren gegen die Uhr“

Seit Oktober 2019 führt Martina Merz den Industriekonzern Thyssen-Krupp. Zuvor war die Maschinenbauingenieurin lange Jahre für Bosch tätig. Bild: Stefan Finger

Die einstige Industrie-Ikone Thyssen-Krupp kämpft ums Überleben. Vorstandschefin Martina Merz spricht über die Verhandlungen mit dem Staat über Nothilfen und die Zukunft der Stahlbranche.

          7 Min.

          Frau Merz, wann beantragt Thyssen-Krupp Staatshilfe für sein notleidendes Stahlgeschäft?

          Sven Astheimer
          Verantwortlicher Redakteur für die Unternehmensberichterstattung.
          Helmut Bünder
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.
          Jonas Jansen
          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Wir sind aktuell in Gesprächen mit der Bundesregierung unter Beteiligung der Landesregierung. Wie weit oder wohin die führen, kann ich aber zu diesem Zeitpunkt nicht beurteilen. Wir denken beim Umbau und bei der Weiterentwicklung von Thyssen-Krupp in verschiedenen Optionen, und dazu gehören auch diese Gespräche, nicht zuletzt auch wegen der anstehenden Transformation des Stahls hin zu einer klimaneutralen Produktion.

          Wie könnte die Unterstützung aussehen?

          Wichtig ist mir: Es gibt Gespräche, aber wir haben bisher keine Hilfen aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds beantragt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist auch noch ungewiss, inwiefern wir auf eine unmittelbare Unterstützung angewiesen sind. Das Thema klimaneutrale Stahlproduktion ist zudem komplex und vielschichtig. Da braucht es einen Mix verschiedener Instrumente staatlicher Unterstützung.

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