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Aktie reagiert : Will Thyssen-Krupp einen Stahlhändler übernehmen?

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Die Hochöfen 9 und 8 von Thyssen-Krupp in Duisburg Bild: dpa

Der kriselnde Traditionskonzern beschäftigt sich offenbar mit einer Übernahme von Klöckner & Co. Spekulationen über ein Zusammengehen gibt es schon seit Jahren. Die Anleger reagierten trotzdem.

          Thyssen-Krupp plant einem Medienbericht zufolge die Übernahme von Klöckner & Co. Wie das „Handelsblatt“  berichtete, führt der Essener Konzern Gespräche mit dem Duisburger Stahlhändler. Der Bericht löste auch Reaktionen an der Börse aus: Während der Kurs von Thyssen-Krupp am Freitagvormittag um 2 Prozent anzog, sprangen Klöckner-Aktien um 15 Prozent nach oben. Beide Firmen wollten den Bericht nicht kommentieren.

          Dem Vernehmen nach sind die Gespräche über einen Einstieg aber noch in einem frühen Stadium, und es ist noch völlig offen, ob sich daraus Optionen ergeben. Klöckner kam mit 8500 Mitarbeitern zuletzt auf einen Jahresumsatz von 6,8 Milliarden Euro. Dem Artikel zufolge ist zudem der Konkurrent Salzgitter „auf dem Radar“ der Essener. 

          Spekulationen über ein Zusammengehen der Geschäfte beider Unternehmen gibt es seit Jahren. In der Vergangenheit hatte vor allem Klöckner-Chef Gisbert Rühl diese befeuert, indem er Interesse an Teilen der Stahlhandelssparte von Thyssen-Krupp anmeldete. „Wir sind grundsätzlich bereit, bei der Konsolidierung der Thyssen-Krupp-Sparte Materials Services eine Rolle zu spielen“, hatte er erst Ende Juli gesagt.

          Klage gegen EU-Veto

          Der Essener Traditionskonzern steht unter Druck: Der Stahlmarkt leidet weltweit unter einer geringen Nachfrage, an Überkapazitäten und niedrigen Preisen. Um am Markt einen besseren Stand zu haben, peilte Thyssen-Krupp ursprünglich eine Fusion der Stahlsparte mit dem Konkurrenten Tata Steel an, die scheiterte aber am Veto der Kartellbehörden. Mittlerweile hat Thyssen-Krupp eine Klage angekündigt. Konzernchef Guido Kerkhoff hatte in der Vergangenheit mehrfach betont, dass eine Konsolidierung in der Industrie notwendig sei, und dass er solche Optionen auch für seine Geschäfte prüft.

          THYSSENKRUPP

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          Wie die Stahl-Strategie künftig im Detail aussehen soll, will das Management früheren Aussagen zufolge bis zum Ende des Kalenderjahres verkünden. Zudem könnte Thyssen-Krupp seine Aufzugssparte abspalten und damit Kasse machen. Das Geld könnte der Konzern dann für Zukäufe in seinem traditionsreichen Stahlsegment nutzen.

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