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Innovation bei Thyssen-Krupp : Wie aus CO₂ Dünger und Treibstoff wird

Hoffnungsträger: Carbon2Chem-Pilotanlage in Duisburg Bild: Thyssen-Krupp

CO₂ ist nicht nur ein Treibhausgas, sondern auch ein Rohstoff. Deshalb verarbeitet Thyssen-Krupp Hüttengas zu Chemierohstoffen. Die Technik eignet sich auch für andere Branchen.

          4 Min.

          Die Stahlproduktion ist eine ziemlich energieaufwendige und schmutzige Angelegenheit. Dabei entstehen zwangsläufig große Mengen klimaschädliches Kohlendioxid. Sogar in hocheffizienten Anlagen fallen bei der Erzeugung einer Tonne Rohstahl rund 1,7 Tonnen CO₂ an. Die Stahlbranche gehört mit der Zement- und Chemieproduktion zu den Industrien mit dem größten Kohlendioxid-Ausstoß – entsprechend steht sie unter Beobachtung der Klimaschützer.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

          Aber viel weniger CO2 geht mit der herkömmlichen Technik nicht. „Wir sind in der Stahlproduktion an der Grenze des chemisch und physikalisch Möglichen angekommen“, sagt Reinhold Achatz, der Forschungs- und Technologiechef von Thyssen-Krupp. Deshalb versucht es der Konzern auf einem anderen Weg. In einem Pilotprojekt erprobt Thyssen-Krupp, das Klimagift als Rohstoff für die chemische Industrie zu verwerten.

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