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Thyssen-Krupp : Weiterhin nur Hiobsbotschaften

Will aus den schlechten Schlagzeilen anscheinend gar nicht mehr herauskommen: Der Stahlriese Thyssen-Krupp. Bild: dpa

Die schlechten Nachrichten von und für Thyssen-Krupp nehmen kein Ende. Es stellt sich die Frage, ob der ehemalige Vorstandschef Hiesinger und Aufsichtsratchef Lehner ein ohnehin sinkendes Schiff verlassen haben. Ein Kommentar.

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          Seit Guido Kerkhoff im Sommer das Ruder bei Thyssen-Krupp übernommen hat, jagt eine Hiobsbotschaft die andere. Ergebnisprognosen werden gekappt, Manager mangels Erfolg vom Hof gejagt. Und jetzt frisst eine weitere dickere Kartellstrafe voraussichtlich fast den kompletten Jahresgewinn.

          Der Zwischenstand der Ermittlungen ist eindeutig: Thyssen-Krupp muss mit einem saftigen Bußgeldbescheid für Stahlpreis-Absprachen rechnen. Die Serie schlechter Nachrichten lässt den Rücktritt von Kerkhoffs Vorgänger Heinrich Hiesinger und Aufsichtsratschef Ulrich Lehner in einem anderen Licht erscheinen. Haben sie rechtzeitig die Flucht ergriffen, weil sie das dicke Ende ahnten? Oder sind die Fehlentwicklungen einfach zu lange ignoriert worden, was dann auch den ehemaligen Finanzvorstand Kerkhoff träfe, der jetzt Tabula rasa für den Neustart macht?

          Den Kartellverstoß kann man vielleicht noch als Altlast abbuchen. Auf einem anderen Blatt steht, dass die Industrie- und Technologiegeschäfte auf breiter Front nicht mehr rund laufen. Hier geht es um das Zukunftsprogramm für den Konzern. Aber nicht einmal die Aufzugssparte als hochgelobter Hoffnungsträger schafft es, die im Branchenvergleich ohnehin bescheidenen Renditeziele zu erfüllen. Um aus dieser Misere herauszukommen, wird es mit der geplanten Zweiteilung kaum getan sein.

          Helmut Bünder

          Wirtschaftskorrespondent in Düsseldorf.

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