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Thyssen-Krupp : Siemens-Vorstand Hiesinger löst Schulz ab

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Künftiger Chef von Thyssen-Krupp: Heinrich Hiesinger Bild:

Überraschende Personalentscheidung bei Thyssen-Krupp: Heinrich Hiesinger, bislang Vorstand der Siemens-Industriesparte, soll der Nachfolger von Thyssen-Krupp-Chef Ekkehard Schulz werden. Zuvor galten andere Manager als Kronprinzen.

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          Siemens-Manager Heinrich Hiesinger soll neuer Vorstandsvorsitzender des größten deutschen Stahlkonzerns Thyssen-Krupp werden. Der 49 Jahre alte Hiesinger solle dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 12. Mai als Nachfolger von Ekkehard Schulz vorgeschlagen werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Hiesinger solle im Oktober in den Vorstand von Thyssen-Krupp eintreten und im Januar 2011 den Chefposten übernehmen.

          Hiesinger ist seit 2007 Vorstandsmitglied der Siemens AG und war zuletzt für die Industriesparte zuständig. Die Entscheidung für ihn dürfte maßgeblich von Thyssen-Krupp-Aufsichtsratschef Gerhard Cromme vorangetrieben worden sein, der auch bei Siemens dem Kontrollgremium vorsitzt. Er entschied sich damit gegen die als Kronprinzen gehandelten Thyssen-Krupp-Manager Edwin Eichler, Alan Hippe und Olaf Berlien.

          Hiesinger will nun sein Mandat als Vorstandsmitglied von Siemens vorzeitig niederlegen, wie Siemens bereits mitgeteilt hat. Siemens will dem Manager dabei offenbar keine Steine in den Weg legen. Die Aufgaben im Siemens-Vorstand sollen neu verteilt werden: Neuer Chef der Industriesparte wird voraussichtlich Siegfried Russwurm. Außerdem wird Brigitte Ederer, die derzeit dem Vorstand der Siemens AG Österreich vorsitzt in den Konzernvorstand nachrücken. Sie soll das Personalressort übernehmen.

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