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Investoren-Kommentar : Stahlharte Aktionäre

Am Ende verließ er Thyssen-Krupp: Heinrich Hiesinger Bild: dpa

Erst Stada, jetzt Thyssen-Krupp: Aktivistische Aktionäre treiben Vorstände vor sich her. Macht sie das zu Katalysatoren für Veränderung – oder stiften sie schlichtweg Unruhe?

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          Es begann wie oft mit einem Grummeln, einem Raunen. Der amerikanische Hedgefonds Elliott sei in den Stahl- und Anlagenbaukonzern Thyssen-Krupp eingestiegen, wurde im Mai kolportiert. Als sich das Gerücht konkretisierte, folgte der erste Donner am Kapitalmarkt: Um 10 Prozent schoss der Kurs der Thyssen-Krupp-Aktie an jenem Tag in die Höhe. Über einen solchen Sprung freut sich ein Vorstandsvorsitzender normalerweise – aber hier dürfte er eher erschrocken gewesen sein ob des Donners.

          Denn wenn so viele so plötzlich Thyssen-Krupp-Aktien erwarben, dann taten sie das nicht, weil sie auf einmal die Konzernstrategie honorierten oder gute Geschäftszahlen. Investoren griffen vielmehr zu, weil Phantasien in ihnen hochkamen – und zwar keine, die den Vorstand erfreuen konnten. Kauft sich ein aktivistischer Aktionär wie Elliott in ein Unternehmen ein, droht aus Sicht des Managements Ungemach. Solche Fonds fordern gerne, Sparten zu verkaufen, gar Unternehmen aufzuteilen. Oder die Führung auszuwechseln. Oder beides. Elliott, so viel wurde schnell klar, hatte es auf den Vorstandsvorsitzenden Heinrich Hiesinger abgesehen.

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