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Liquiditätsprobleme : Thyssen-Krupp könnte Staatshilfe in Milliardenhöhe erhalten

  • Aktualisiert am

Das Thyssen-Krupp Stahlwerk Schwelgern Bild: dpa

Der Stahlkonzern befindet sich offenbar in fortgeschrittenen Gesprächen über ein Darlehen der KfW-Bankengruppe in Höhe von rund einer Milliarde Euro.

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          Thyssen-Krupp erhält in der Corona-Krise umfangreiche finanzielle Unterstützung vom Staat. Bei der KfW Bankengruppe hat sich der Stahl- und Industriekonzern einen Kredit von rund einer Milliarde Euro gesichert, wie es am Donnerstag in Unternehmenskreisen hieß. Ein Konzernsprecher wollte sich nicht zu dem Kredit äußern. Er verwies auf frühere Äußerungen, man prüfe wie andere Unternehmen, „ob und welche der von der öffentlichen Hand den Unternehmen angebotenen Finanzierungshilfen für Thyssen-Krupp in Betracht kommen“. Das „Handelsblatt“ hatte zuvor über den Kredit berichtet.

          Der in großen finanziellen Schwierigkeiten steckende Konzern benötigt die Staatshilfe, um die Zeit bis zum Eingang der Gelder aus dem Verkauf seiner Aufzugssparte zu überbrücken. Thyssen-Krupp hatte seinen profitabelsten Geschäftsteil für 17,2 Milliarden Euro an ein Konsortium von Finanzinvestoren verkauft. Für den Vollzug des Geschäfts fehlen noch Genehmigungen der Kartellbehörden. Konzernkreise erwarten, dass das Geld im Sommer fließen kann.

          Thyssen-Krupp will mit dem Geld aus dem Verkauf Schulden abbauen und den Konzernumbau finanzieren. Das Konzept für die neue Strategie will der Vorstand dem Aufsichtsrat im Mai vorstellen.

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