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Thyssen Krupp : Die Demontage des „eisernen Ekki“

  • -Aktualisiert am

Ekkehard Schulz Bild: dapd

Ekkehard Schulz führte viele Jahre den Stahlkonzern Thyssen Krupp. Nun verliert er sein Büro auf dem Firmengelände. Und der Energie-Konzern RWE will ihn nicht mehr im Aufsichtsrat haben, berichtet die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung.

          Der langjährige Vorstandschef von Thyssen-Krupp, Ekkehard Schulz, verliert sein Büro auf dem Firmengelände. „Dr. Schulz bereitet derzeit den Umzug in ein anderes Büro vor“, sagte ein Sprecher des Traditionskonzerns der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (F.A.S.). Ekkehard Schulz selbst bestätigte gegenüber der F.A.S., dass er den Auszug plant.

          Georg Meck

          Verantwortlicher Redakteur für Wirtschaft und „Geld & Mehr“ der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Schulz war nach dem Milliarden-Debakel mit Stahlwerken in Brasilien und Alabama aus dem Aufsichtsrat von Thyssen-Krupp ausgeschieden, hat aber noch bis zum Januar 2016 Anspruch auf ein Büro und auf einen Dienstwagen mit Fahrer. Der Konzern zieht es jedoch offenbar vor, ihm die Räume auf Distanz zu bezahlen.

          Zudem droht dem ehemaligen Thyssen-Chef der Verlust seines Aufsichtsratsmandats beim Energie-Riesen RWE. Der dortige Oberkontrolleur Manfred Schneider halte bereits Ausschau nach einem Ersatz für Schulz, verlautet aus Aufsichtsratskreisen des Konzerns. Schneider wolle Schulz demnach lieber früher als später aus dem Kontrollgremium entfernen, jedenfalls bevor dessen offizielle Amtsperiode endet.

          Wie die F.A.S. weiter schreibt, habe Schulz offen Kritik an der RWE-Spitze geübt, was wiederum den Aufsichtsratsvorsitzenden Schneider wenig erfreut habe. Als Nachfolger hätte Schneider am liebsten einen Top-Manager aus der Finanzbrache, bevorzugt von der Deutschen Bank, zu der traditionell enge Bande bestehen. Erst jedoch muss Schulz überzeugt werden, aus freien Stücken zurückzutreten, wogegen der sich wehrt: „Ich beabsichtige nicht, mich zurückzuziehen“, sagt Ekkehard Schulz. Der Energiekonzern RWE selbst wollte den Vorgang auf Anfrage nicht kommentieren.

          Alle Hintergründe dazu lesen Sie im Wirtschaftsteil der neuen Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (16. März).

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