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Nach Stahlfusion : Thyssen-Krupp-Chef Hiesinger tritt zurück

  • Aktualisiert am

Nun ehemaliger Thyssen-Krupp-Chef: Heinrich Hiesinger Bild: EPA

Eigentlich wollte er kommende Woche noch seine Strategie vorlegen, nun tritt der Chef von Deutschlands größtem Stahlkonzern überraschend zurück. Die Gründe sind offen.

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          Der Vorstandsvorsitzende des Stahlkonzerns Thyssen-Krupp, Heinrich Hiesinger, hat seinen Rücktritt angekündigt. Heinrich Hiesinger habe den Aufsichtsrat um Gespräche gebeten, die zur Auflösung seines Mandats führen sollen, teilte das Essener Unternehmen am Donnerstag nachbörslich in einer Ad Hoc-Mitteilung mit.

          Am Freitag werde der Aufsichtsrat über das Gesuch beraten, hieß es weiter in der Mitteilung des Dax-Konzerns. Gründe für das Ansinnen Hiesingers wurden nicht genannt. Der Aktienkurs von Thyssen-Krupp reagierte in einer ersten Reaktion positiv. Das Plus lag auf der Handelsplattform Tradegate bei einem Prozent.

          Thyssen-Krupp hatte erst kürzlich seine Stahlsparte in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem indischen Rivalen Tata Steel eingebracht. Hiesinger war im Zuge der Fusion mit dem Konkurrenten Tata zuletzt immer wieder unter Druck geraten, weil Anteilseigner wie der amerikanische Hedgefonds Elliott oder Cevian Capital mehr Tempo bei dem seit langem angekündigten Umbau des Ruhrkonzerns gefordert hatten.

          Strategiepräsentation eigentlich kommende Woche

          Für den seit sieben Jahren an der Spitze von Thyssen-Krupp stehenden 58-Jährigen ist die Vereinbarung mit Tata ein lang erwarteter Befreiungsschlag. Vor dem Hintergrund von weltweiten Überkapazitäten beim Stahl schließen sich die Konkurrenten zusammen und gründen gemeinsam den zweitgrößten Stahlkonzern Europas. Hiesinger wollte eigentlich in der kommenden Woche dem Aufsichtsrat seine Strategiepläne für den Mischkonzern nach der Fusion präsentieren.

          Thyssen-Krupp und Tata sollen zunächst mit je 50 Prozent an dem fusionierten Stahlkonzern mit etwa 17 Milliarden Euro Umsatz und rund 48 000 Beschäftigten beteiligt sein.

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