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Nach Urteil : Middelhoff wehrt sich gegen die U-Haft

  • Aktualisiert am

Thomas Middelhoff Bild: dpa

Vor zehn Tagen hat das Landgericht Essen den früheren Spitzenmanager Thomas Middelhoff zu drei Jahren Haft verurteilt. Seitdem sitzt er in Haft, weil aus Sicht der Richter Fluchtgefahr besteht. Nun legt er Beschwerde ein.

          Der frühere Spitzenmanager Thomas Middelhoff dringt darauf, aus der Untersuchungshaft entlassen zu werden. Middelhoffs Anwälte hätten Haftbeschwerde eingelegt, sagte ein Sprecher des Landgerichts Essen. Das Gericht werde diese nun prüfen.

          Belasse die zuständige Kammer am Landgericht Middelhoff in Untersuchungshaft, werde die Beschwerde an das Oberlandesgericht Hamm weitergeleitet, fügte der Sprecher hinzu. Es könne einige Tage dauern, bis darüber entschieden worden sei.

          Der ehemalige Chef der früheren Karstadt-Muttergesellschaft Arcandor und des Medien-Unternehmens Bertelsmann war am 14. November vom Landgericht Essen wegen Untreue und Steuerhinterziehung zu einer Haftstrafe von drei Jahren verurteilt und noch im Gerichtssaal festgenommen worden.

          Richter Jörg Schmitt ordnete Untersuchungshaft für Middelhoff an, der seinen Hauptwohnsitz in Frankreich hat. Das Gericht sah als erwiesen an, dass Middelhoff unter anderem Privatflüge mit Charterjets und Hubschraubern über Arcandor abgerechnet und dem Unternehmen damit 500.000 Euro Schaden zugefügt hat. Middelhoff hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

          Das ergangene Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Middelhoffs Anwalt hat Revision eingelegt. Damit dürfte der Fall auch den Bundesgerichtshof beschäftigen.

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