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Insolvenz : Thomas-Cook-Reisen bis Mitte Oktober gestrichen

  • Aktualisiert am

Der deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook ist insolvent. Bild: Reuters

Der insolvente deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook hat alle bis Mitte Oktober gebuchten Pauschalreisen abgesagt. Die Reisen können nicht mehr angetreten werden.

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          Der insolvente deutsche Reiseveranstalter Thomas Cook hat alle bis zum 13. Oktober gebuchten Pauschalreisen abgesagt. Diese könnten aus insolvenzrechtlichen Gründen derzeit nicht angetreten werden, auch wenn sie teilweise oder vollständig bezahlt worden seien, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Die betroffenen Gäste sollten schnellstmöglich informiert werden. Durch das Insolvenzverfahren seien die Löhne und Gehälter der rund 2000 Beschäftigten durch Insolvenzgeld bis Ende November gesichert.

          Das Amtsgericht Bad Homburg teilte mit, als vorläufige Insolvenzverwalter seien drei Juristen der Kanzlei hww Hermann Wienberg Wilhelm eingesetzt. Für die Holding Thomas Cook GmbH ist Fabio Algari zuständig, für Bucher Reisen und Öger Tours Julia Kappel-Gnirs und für die Thomas Cook Touristik GmbH Ottmar Hermann. Er ist der bekannteste aus dem Trio: Hermann war unter anderem Insolvenzverwalter des Baukonzerns Philipp Holzmann und der Kaufhauskette Woolworth. Zudem führt die Kanzlei das Insolvenzverfahren der Fluggesellschaft Germania.

          Die Insolvenzverwalter hätten sich vor Ort einen Überblick über die aktuelle Lage verschafft, mit den Betriebsräten gesprochen und mit der Geschäftsführung eine Betriebsversammlung abgehalten. „Wir haben heute eine hoch motivierte und engagierte Belegschaft erlebt, die für den Erhalt der Unternehmen aus vollem Herzen kämpft. Gemeinsam werden wir alles unternehmen, um die drei Thomas Cook-Gesellschaften in Deutschland fortzuführen und eine Zukunftslösung zu finden“, erklärte Hermann.

          Die britische Thomas Cook hatte am Montag Insolvenz angemeldet, die Deutschland-Tochter mit Sitz in Oberursel bei Frankfurt folgte am Mittwoch. Sie hat bei Bund und Land um staatliche Finanzhilfe gebeten. Eine Entscheidung darüber steht noch aus.

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