https://www.faz.net/-gqe-7opc6

Wolkenkratzer : Londons „Gurke“ geht das Geld aus

  • Aktualisiert am

Londons Büroturm „Gherkin“: Vor zehn Jahren zogen die ersten Mieter ein Bild: AFP

Wegen seiner Form wird er von den Londonern „Gherkin” - zu Deutsch „Essigurke” - genannt. Nun kommt Londons berühmtester Wolkenkratzer unter Zwangsverwaltung.

          Der wohl berühmteste Teil von Londons Skyline, der Wolkenkratzer „The Gherkin“, steht unter Zwangsverwaltung. Kreditgeber des Wolkenkratzers haben als Verwalter des Gebäudes die Gesellschaft Deloitte beauftragt.  Die von Star-Architekt Norman Foster geschaffene Turm in Londons Bankenviertel war vor der Finanzkrise vom Versicherer Swiss Re für 600 Millionen Pfund (rund 720 Millionen Euro) an einen Fonds der inzwischen insolventen Immobiliengesellschaft IVG verkauft worden.

          Das Gebäude ist nach Angaben des neuen Verwalters weiterhin gut vermietet und in erstklassigem Zustand. Die Gläubiger hätten lange gezögert, für die „Gurke“ die Zwangsverwaltung einzusetzen, aber nach fünf Jahre lang anhaltenden Verlusten keine andere Möglichkeit mehr gesehen.

          Die Schwierigkeiten würden vor allem auf Währungsschwankungen und eine „komplexe, internationale Kapitalstruktur“ zurückgeführt.  Ein Teil des Kredites vom IVG-Fonds wurde in Schweizer Franken aufgenommen. Dieser ist in den letzten Jahren um 63 Prozent zum britischen Pfund gestiegen und hat somit eine Obergrenze für die Beleihungsquote des Gebäudes gebrochen. Der Zwangsverwalter sei bestellt worden, nachdem „ungünstige Zins- und Währungsentwicklungen dazu geführt haben, dass die gesamten vorrangigen Schulden, die durch die Immobilie besichert sind, signifikant gestiegen waren”.

          Weitere Themen

          Eine Wohnung für nur 57 Millionen Euro Video-Seite öffnen

          Hoch hinaus : Eine Wohnung für nur 57 Millionen Euro

          Die Luxus-Wohnung befindet sich im höchsten Wohngebäude der Welt, das derzeit in New York gebaut wird. Der One Vanderbilt Wolkenkratzer ist nach seiner Fertigstellung in etwa so hoch wie der Berliner Fernsehturm.

          Topmeldungen

          Boris Johnsons Wahlkreis : „Der beste Premierminister seit Churchill“

          Boris Johnson gerät wegen der Suspendierung des Parlaments immer stärker unter Druck. Seine Anhänger wollen davon jedoch nichts wissen und stehen weiter hinter ihm. Doch wie lange noch? Beobachtungen aus dem Wahlkreis des Premierministers.
          Karl-Ludwig Kley steht dem Aufsichtsrat von Eon und der Deutschen Lufthansa vor und führte zwölf Jahre lang den Chemiekonzern Merck.

          Energiewirtschaft : „AfD und Linke sind nicht wählbar“

          Deutschlands mächtigster Aufsichtsrat teilt aus: Karl-Ludwig Kley spricht über den Moralüberschuss in der politischen Debatte, gierige Manager, das Chaos mit der Energiewende – und seine schwachen Leistungen als Schüler.

          Kretschmann zu Klimapaket : „Das ist doch ein Treppenwitz“

          Die Grünen in Baden-Württemberg lassen kein gutes Haar am Klimapaket der Bundesregierung, auf das die Koalition so stolz ist. So könne man nicht Politik machen, findet Ministerpräsident Winfried Kretschmann.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.