https://www.faz.net/-gqe-9n681

Testlauf im Supermarkt : Wenn der Algorithmus die Preise senkt

  • Aktualisiert am

Die Supermarktkette lies sich für das neue Verfahren von dem israelischen Start-Up „Wasteless“ beraten. Bild: Reuters

In einem Markt der niederländischen Kette Albert Heijn verändert sich jetzt der Preis für Fisch und Fleisch je nach Wetterlage oder Verfügbarkeit. Das soll auch für weniger weggeworfene Ware sorgen.

          1 Min.

          Die niederländische Supermarktkette Albert Heijn testet eine computergesteuerte, dynamische Preisreduzierung, um möglichst keine abgelaufenen Produkte übrig zu behalten. Ein Algorithmus berücksichtige nicht alleine das Mindesthaltbarkeitsdatum, sondern auch das Wetter, den Vorrat im Geschäft, den bisherigen Verkaufsverlauf des Produktes und andere Sonderangebote, teilte die Supermarktkette am Montag in Zaandam mit.

          Das elektronische Preisschild am Regal könne so den jeweils optimalen Preisnachlass ausweisen mit dem Ziel, am Ende des Tages keine unverkaufbaren Waren im Regal zu haben, deren Haltbarkeitsdatum abgelaufen ist. Getestet wird das Verfahren in der Geflügel- und Fischabteilung eines Marktes in Zandvoort. Bislang versah Albert Heijn Frischprodukte, deren Haltbarkeit sich dem Ende neigt, am letzten Verkaufstag morgens mit einem Preisnachlass und dem Aufkleber „35%, zum Wegwerfen zu schade“.

          Die Supermarktkette lies sich für das neue Verfahren von dem israelischen Start-Up „Wasteless“ beraten, das die Technik bereits erfolgreich bei einer spanischen Supermarktkette erprobt hat.

          Wie eine Albert Heijn-Sprecherin der Zeitung „De Limburger“ erklärte, könne das dynamische Preissystem etwa auf einen Wetterumschwung reagieren, und Grillfleisch stark reduzieren, das bei aufziehendem Regen sonst sicher im Regal blieb.

          Weitere Themen

          Das erste Wasserstoff-Schiff der Welt ist unterwegs

          Von Australien nach Japan : Das erste Wasserstoff-Schiff der Welt ist unterwegs

          Wasserstoff ist ein großer Hoffnungsträger für die Energieversorgung der Zukunft. Der Transport in der „riesigen Thermoskanne“ gilt als „Meisterleistung der Ingenieurskunst“. Allerdings wird er in Australien noch so produziert, wie das nicht alle möchten.

          Österreichs nie genutztes Kernkraftwerk Video-Seite öffnen

          Zwentendorf : Österreichs nie genutztes Kernkraftwerk

          In Betrieb gegangen ist das einzige Atomkraftwerk Österreichs nie, da sich die Menschen in einer Volksabstimmung in den siebziger Jahren gegen die Kernkraft entschieden. Aus Wien kommt nun heftiger Widerstand gegen die Brüsseler Taxonomie-Verordnung.

          Topmeldungen

          Die Suiso Fronitier bringt 1250 Kubikmeter flüssigen Wasserstoff nach Japan.

          Von Australien nach Japan : Das erste Wasserstoff-Schiff der Welt ist unterwegs

          Wasserstoff ist ein großer Hoffnungsträger für die Energieversorgung der Zukunft. Der Transport in der „riesigen Thermoskanne“ gilt als „Meisterleistung der Ingenieurskunst“. Allerdings wird er in Australien noch so produziert, wie das nicht alle möchten.