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Elektroautobauer : Tesla plant offenbar eigenen Musik-Streamingdienst

  • Aktualisiert am

Tesla ist vor allem in Kalifornien gefragt. Bild: Reuters

Außerhalb Amerikas arbeitet Tesla aktuell schon mit Spotify zusammen. Das könnte bald nicht mehr nötig sein.

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          Der Elektroautobauer Tesla arbeitet offenbar daran, einen eigenen Musik-Streamingdienst aufzubauen. Aus Kreisen der Musikindustrie heißt es, Tesla habe mit allen drei Major-Labels (Sony Music, Universal und Warner) Gespräche geführt, berichtet das Internetportal Recode. Die Idee sei es, einen eigenen Musikdienst anzubieten und in die Fahrzeuge des Unternehmens zu integrieren.

          Das Vorgehen ist interessant, denn außerhalb Amerikas arbeitet Tesla bereits mit dem Branchenprimus Spotify zusammen. Das eigentlich kostenpflichtige Premium-Angebot ist direkt in die Unterhaltungsanlage der Tesla-Fahrzeuge integriert. Spotify hat weltweit gut 50 Millionen zahlende Nutzer, Konkurrent Apple Music soll auf 27 Millionen kommen. Von einem Tesla-Sprecher hieß es nur: Man wolle den Kunden ein möglichst gutes Erlebnis im Auto bieten und ermöglichen, dass sie jede Musik hören können, die sie möchten.

          Kommt das Werk in China?

          Derweil treibt Elon Musks Unternehmen auch seine Pläne weiter voran, ein Werk in China zu bauen. Tesla gab am Donnerstag bekannt, mit der Stadtverwaltung von Shanghai darüber Gespräche zu führen. Einen Zeitplan nannte das Unternehmen nicht. Bis Ende des Jahres sollte allerdings mehr Klarheit herrschen.

          Auch welcher Partner für den Autobau in China infrage kommt, sagte Tesla nicht. In der Volksrepublik braucht der Elektroautobauer nach den Vorgaben ein Gemeinschaftsunternehmen mit mindestens einem heimischen Partner. Spekulationen konzentrieren sich auf den Internetkonzern Tencent, nachdem er sich Anfang des Jahres für 1,8 Milliarden Dollar mit fünf Prozent an Tesla beteiligte.

          Mit einem Werk in China könnte Tesla einen besseren Zugang zum größten Pkw-Markt der Welt erhalten und auch den deutschen Autobauern stärker Konkurrenz machen. Denn China will den Verkauf von E-Autos kräftiger fördern, um die Luftverschmutzung in Großstädten zu bekämpfen. Dazu plant die Regierung in Peking die Einführung einer Quotenregelung für die Autobauer. Die Unsicherheit über den Start der Vorgaben hat in der deutschen Branche Sorgen ausgelöst.

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