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Kritisches Verbrauchermagazin : Das neue Tesla-Model wird jetzt doch zum Kauf empfohlen

  • Aktualisiert am

Tesla Model 3s Bild: AP

Noch vor wenigen Tagen hatte ein einflussreiches Verbrauchermagazin in Amerika vom Kauf des neuen Tesla Model 3 abgeraten. Jetzt hat es seine Entscheidung revidiert – aufgrund einer entscheidenden Änderung.

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          Gute Nachrichten für Tesla: Das einflussreiche amerikanische Verbrauchermagazin „Consumer Reports“ empfiehlt das neue Model 3 nun doch zum Kauf. Ein Software-Update habe dafür gesorgt, dass der Bremsweg deutlich verkürzt wurde, deshalb sei die Bewertung verändert worden, teilten die Tester am Mittwoch in New York mit.

          Vor rund einer Woche erst hatte das Magazin verkündet, wegen zu schwacher Bremsleistung und anderen Mängeln keine Kaufempfehlung für Teslas Hoffnungsträger abgeben zu können. Diese Entscheidung sei nach Nachbesserungen von Tesla und abermaligen Tests revidiert worden. Tesla-Chef Elon Musk bedankte sich bei Twitter für das „kritische Feedback“ und versprach weitere Verbesserungen.

          An der Börse kam die Empfehlung des Magazins gut an – Teslas Aktien legten spürbar zu und notierten zuletzt mit 2,5 Prozent im Plus. Das Model 3 ist das erste günstigere Auto von Tesla, mit dem der kalifornische E-Autopionier von der Luxusnische in den Massenmarkt kommen will. Der Anlauf der Serienfertigung verlief bislang aber holprig, Tesla liegt weit hinter den ursprünglichen Zielen zurück.

          Autopilot navigiert Tesla in parkenden Polizeiwagen

          Schon mehrmals hat Tesla in den vergangen Wochen und Monaten mit Verkehrsunfällen Schlagzeilen gemacht. Jetzt ist es in Amerika abermals zu einem Zwischenfall gekommen. In Laguna Beach im Bundesstaat Kalifornien krachte am Dienstag ein Autofahrer mit seinem Tesla Model S in einen parkenden Polizeiwagen. Laut Angaben des Fahrers soll der Tesla in dem Autopilot genannten Modus gefahren sein. Er erlitt nur leichte Verletzungen.

          Der „Autopilot“ ist eine halbautomatische Technologie, die laut Tesla eine fortgeschrittene Fahrkontrolle ermöglicht. Tesla habe aber immer deutlich gemacht, dass der Autopilot das Fahrzeug nicht vor allen Unfällen schützen kann, teilte der E-Auto-Bauer in einer Stellungnahme nach dem Unfall mit. Der Konzern konnte die Angaben des Fahrers, mit dem Autopiloten gefahren zu sein, zunächst nicht bestätigen.

          Es ist nicht das erste Mal, dass Teslas halbautomatischer Fahrassistent für einen Fahrfehler verantwortlich gemacht wird. Anfang des Monats etwa raste ein Fahrzeug des Elektroautoherstellers mit 97 Stundenkilometern in ein Feuerwehrauto, das an einer roten Ampel gehalten hatte. Nach Angaben der Behörden habe die Fahrerin kurz zuvor das Assistenzsystem eingeschaltet.

          Im März kam es zu einem tödlichen Unfall mit einem Tesla Model X, der mit aktiviertem Fahrassistenten in eine Leitplanke krachte. Wenige Monate zuvor war ein Tesla-Auto ebenfalls im Autopilot-Modus unterwegs, als das Fahrzeug einem parkenden Feuerwehrwagen auffuhr. Die Untersuchungen der Behörden laufen noch, doch Tesla steht aufgrund der sich häufenden Berichte in der Öffentlichkeit immer mehr unter Beobachtung.

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