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E-Autohersteller : Einen Tesla soll es jetzt für 40.000 Euro geben

  • Aktualisiert am

Tesla Model 3 auf einem Parkplatz in Richmond, Kalifornien Bild: Reuters

Der E-Autohersteller Tesla bietet sein Model 3 jetzt etwas billiger an. Von der lang versprochenen Version für 35.000 Dollar fehlt aber weiterhin jede Spur.

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          Mit einem Modell für die Mittelklasse wollte Tesla den Sprung in die Profitabilität schaffen und den Massenmarkt erobern – dann kamen die Produktionsprobleme des Model 3 und mit ihnen eine wachsende Zahl frustrierter potentieller Käufer, die nach ihrer schon geleisteten Anzahlung monatelang auf dem Trockenen sitzengelassen wurden.

          Von der lang versprochenen Version für 35.000 Dollar fehlt weiterhin jede Spur auf den Straßen Amerikas – von Europa und Deutschland ganz zu schweigen. Doch wie Telsa-Chef Elon Musk in der Nacht auf Freitag in einer Twitter-Nachricht mitteilte, kann ab sofort eine Version der Limousine mit einer mittleren Reichweite von etwa 430 Kilometern für 45.000 Dollar (etwas mehr als 39.000 Euro) bestellt werden – das sind immerhin 4000 Dollar weniger als das Basismodell einer teureren Version, die schon im vergangenen Jahr auf den Markt gekommen war. Auf einer laut Musk „super einfachen“ neuen Bestellseite kann das Auto geordert werden. Die deutsche Version der Seite spricht jedoch weiterhin nur von „vorbestellen“, für eine Anzahlung von 1000 Euro. Auch über die Lieferzeiten verrät die Seite nichts.

          Reichweite von fast 500 Kilometern

          Etwaige Rabatte für das Elektroauto sind in dem Kaufpreis noch nicht eingerechnet. Wollen amerikanische Käufer aber die E-Auto-Prämie in Amerika noch ergattern, müssen sie sich beeilen – oder besser gesagt: auf eine schnelle Lieferzeit hoffen. Denn vom 31. Dezember 2018 an reduziert sich der Rabatt von 7500 Dollar für Tesla-Käufer um die Hälfte, weil der Autohersteller im Juli die gesetzlich vereinbarte Grenze von 200.000 verkauften Elektroautos erreicht hat.

          Während das Model 3 nun also erschwinglicher wird, steigt dafür der Startpreis für die Version mit einer Batterie für längere Distanzen auf 54.000 Dollar. Damit kommen Autofahrer immerhin fast 500 Kilometer weit, erreichen eine höhere Geschwindigkeit und Beschleunigung. Eine günstigere Version mit Heckantrieb streicht Tesla ganz von der Produktionsliste.

          Musk hatte das Model 3 mit Fanfaren und Trompeten im März 2016 angekündigt und versprochen, dass es noch vor Rabatten bei 35.000 Dollar starten werde. Innerhalb weniger Tage gingen mehr als eine Viertelmillion Vorbestellungen ein. Zweieinhalb Jahre später ist Musk dieses Versprechen seinen Kunden noch schuldig – doch die Nachfrage nach dem Mittelklassewagen ist ungebrochen. Laut dem Nachrichtendienst Bloomberg konnten es die Verkaufszahlen im vergangenen Quartal sogar mit einigen der am meistverkauften Autos in Amerika aufnehmen.

          Tesla

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          Im Mai hatte Musk eine Premium-Version des Model 3 für stolze 80.000 Dollar vorgestellt, die Tesla dabei helfen sollte, seine Verluste zu reduzieren. In einem Post am Donnerstag deutete Musk an, dass der Tesla für den kleinen Geldbeutel weiter auf sich warten lassen wird.

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