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Tesla : Mit gutem Beispiel voran

Bild: dpa

Elon Musk hat ein wichtiges Zeichen gesetzt. Anstatt sinnlose Patentschlachten zu führen wie Apple und Samsung gibt er seine Patente frei.

          1 Min.

          Elon Musk sieht sich gerne in der Rolle des Querdenkers. Mit der Ankündigung, die Patente des von ihm geführten Elektroautoherstellers Tesla Motors für die Allgemeinheit zu öffnen, hat er - wieder einmal - für Furore gesorgt. Doch der pompös verkündete Schritt hat zunächst mehr Symbolcharakter als praktische Konsequenzen, zumal es bisher keinen kollektiven Patentklau konkurrierender Autobauer bei Tesla gegeben zu haben scheint. Und ob Musk nun die Initialzündung für einen Schulterschluss der Branche gegeben hat, gemeinsam Ressourcen in die Elektromobilität zu pumpen, ist nicht gewiss.

          In jedem Fall aber hat er ein wichtiges Zeichen gesetzt, denn er hat recht, wenn er Patente als zweifelhafte Waffe im Wettbewerb beschreibt. Man muss sich nur das traurige Schauspiel ansehen, das sich die Elektronikkonzerne Apple und Samsung liefern. Sie zetteln eine Patentschlacht nach der anderen an und reklamieren dabei oft fragwürdige Patentverstöße, im Ergebnis hat der Streit nirgendwohin geführt. Die Elektronikgiganten mögen in einer anderen Wettbewerbssituation sein als der Nischenanbieter Tesla. Trotzdem sollte ihnen das Beispiel des Autoherstellers zu denken geben.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

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