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In Texas, Arizona und New Jersey : Tesla darf seine Autos nicht selbst verkaufen

In drei Bundesstaaten haben die Behörden Tesla den Direktverkauf verboten. Bild: AFP

Tesla verkauft seine Autos nicht über unabhängige Händler, sondern in eigenen Läden. Und hat sich damit Feinde gemacht. Jetzt haben die Gegner einen weiteren Erfolg erzielt.

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          Der Elektroautohersteller Tesla hat viele Fans, unter Autokäufern ebenso wie an der Börse, wo sich der Aktienkurs in den vergangenen zwölf Monaten versechsfacht hat. Aber Tesla hat sich auch einige Feinde gemacht. Vor allem traditionellen Autohändlern ist das Unternehmen ein Dorn im Auge. Denn anders als andere Autohersteller wie etwa General Motors oder Ford verkauft Tesla seine Fahrzeuge nicht über ein Netz unabhängiger Autohäuser, sondern direkt in eigenen Läden. Die Autohändler fürchten, dass Tesla damit das lange etablierte Vertriebsmodell in der Branche ins Wanken bringt und womöglich auch andere Hersteller veranlasst, den Autoverkauf selbst in die Hand zu nehmen. In vielen Teilen Amerikas bedrängen Händler deshalb Lokalpolitiker, das Direktverkaufsmodell von Tesla zu verbieten.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Die Gegner haben jetzt einen weiteren großen Erfolg gelandet. Die Kraftfahrzeugbehörde des Bundesstaates New Jersey hat beschlossen, den Direktverkauf von Autos zu verbieten. Danach könnte Tesla seine bislang zwei Läden in New Jersey nicht in der bisherigen Form weiterführen und müsste auch seine Pläne aufgeben, weitere Standorte zu eröffnen. New Jersey ist damit nach Texas und Arizona schon der dritte Bundesstaat, in dem Tesla der Verkauf in unternehmenseigenen Läden verboten wird. In Texas und Arizona hat Tesla lediglich sogenannte „Gallerien“, in denen Autos zwar ausgestellt, aber nicht verkauft werden. Die Liste von Bundesstaaten, die Tesla Steine in den Weg legen, könnte noch länger werden.

          Tesla zeigte sich entsetzt von der Entscheidung in New Jersey und nannte sie „einen Affront gegen das Konzept der freien Marktwirtschaft“. Das Unternehmen argumentiert, es sei wichtig, Elektroautos in eigenen Läden zu verkaufen, weil es sich dabei um eine sehr neue Technologie handele. Tesla hat im vergangenen Jahr rund 22000 Autos verkauft und will den Absatz 2014 auf 35000 Fahrzeuge steigern. Das Unternehmen hat derzeit nur ein Produkt im Angebot, die Limousine „Model S“. Im Frühjahr 2015 soll ein sportlicher Geländewagen mit dem Namen „Model X“ hinzukommen. Vor wenigen Tagen kündigte das Unternehmen an, eine riesige Batteriefabrik bauen zu wollen, die bis zu 5 Milliarden Dollar kosten soll.

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