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Supermarktkette : Tengelmann-Mitarbeiter kämpfen gegen Jobverlust

  • Aktualisiert am

Bald womöglich gar nicht mehr geöffnet? Eine Kaiser's Tengelmann-Filiale in Essen Bild: dpa

Tausende Tengelmann-Angestellte würden bei einer Zerschlagung der Kette wohl ihren Job verlieren. Darauf wollen einige nun mit „Aktionen“ hinweisen. Andere verlassen offenbar scharenweise das Unternehmen.

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          Mitarbeiter der Lebensmittelkette Kaiser’s Tengelmann wollen in dieser Woche mit Aktionen auf den drohenden Verlust ihrer Arbeitsplätze aufmerksam machen. Zweck der Aktion sei es, Rewe und die anderen Beschwerdeführer dazu zu bewegen, ihre Klage beim Oberlandesgericht Düsseldorf gegen die Ministererlaubnis für die Fusion Edeka/Tengelmann zurückzuziehen.

          „Wir wollen nicht einfach zusehen, wie die Chance verspielt wird, unsere Arbeitsplätze zu retten“, teilten die Mitarbeiter der Deutschen Presse-Agentur mit.

          Es drohe die Zerschlagung von Kaiser’s Tengelmann. Dutzende Filialen sollen tatsächlich zur Schließung anstehen. Vor allem Nordrhein-Westfalen würde es hart treffen: 3000 der 4000 Mitarbeiter dort müssten wohl gehen, hatte eine mit der Sache vertraute Person am Sonntag gesagt. Beraten wird der Plan am kommenden Freitag vom Aufsichtsrat.

          Bricht die IT zusammen?

          Gleichzeitig gehen einem Zeitungsbericht verlassen offenbar scharenweise Mitarbeiter das Unternehmen Geschäftsführer Raimund Luig habe in einem Brief an Tengelmann-Chef Karl-Erivan Haub  geschrieben, im Oktober müsse daher das Team "Nationales Qualitätsmanagement" aufgelöst werden, berichtet die "Süddeutsche Zeitung" unter Berufung auf den ihr vorliegenden Brief vom 6. September.

          Im zentralen Dienstleistungszentrum habe es in den vergangenen zwei Jahren 100 Eigenkündigungen gegeben. Die gesamte IT, an der die Logistik und das Kassensystem hänge, drohe zusammenzubrechen

          Grund für die Misere ist die festgefahrene Fusion von Kaiser’s Tengelmann mit dem Marktführer Edeka. Der Zusammenschluss liegt derzeit auf Eis und wird vor Gericht geklärt. Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) hatte mit einer Ministererlaubnis den Weg für die vom Kartellamt untersagte Fusion zwar wieder frei gemacht.

          Doch das Oberlandesgericht Düsseldorf kassierte diese Erlaubnis wieder ein, nachdem Wettbewerber wie Rewe dagegen vorgegangen waren. Edeka und Gabriel sind anschließend vor den Bundesgerichtshof (BGH) gezogen. Der will am 15. November eine erste Entscheidung treffen.

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