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Familienunternehmen : Tengelmann-Gruppe verlagert Sitz nach München

  • Aktualisiert am

Die ehemalige Tengelmann-Zentrale in Mülheim an der Ruhr Bild: dpa

Die deutsche Tengelmann-Gruppe hat einen neuen Hauptsitz. Der Umzug ist Teil einer Neuausrichtung des Unternehmens, dessen ehemaliger Geschäftsführer 2018 tödlich verunglückt war.

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          Die Tengelmann-Gruppe wird ihren Sitz von Mülheim an der Ruhr nach München verlagern. Diesen Schritt und weitere Schritte hätten die Gesellschafter beschlossen, die sich auf eine langfristige Zusammenarbeit verständigt hätten, wie Tengelmann am Donnerstag mitteilte. Die Verlagerung des Gruppensitzes nach München folge der schon vor mehr als zwei Jahren eingeleiteten Neuausrichtung der Muttergesellschaft als strategische Holding, die umgestaltet, verschlankt und beispielsweise um Projektbüros erweitert worden sei.

          Christian Haub (57), der vor wenigen Wochen die Familienanteile seines tödlich verunglückten Bruders Karl-Erivan Haub erworben hatte, werde auch in den nächsten Jahren als geschäftsführender Gesellschafter die Zukunftspläne zur Weiterentwicklung der Gruppe vorantreiben. Georg Haub (59) werde hingegen seinen Tätigkeitsschwerpunkt in die USA verlagern und sich dort unter anderem um die Immobilienentwicklung für das Unternehmen kümmern. Christian und Georg Haub arbeiteten darüber hinaus an abgestimmten Plänen für einen Generationswechsels bei Tengelmann.

          Christian Haub verfügt über rund zwei Drittel, Georg Haub über rund ein Drittel der Anteile an einem der größten deutschen Unternehmen in Familienbesitz. Zu dem traditionsreichen Handelskonzern gehören etwa die Baumarktkette OBI und der Textil-Discounter KiK. Außerdem besitzt Tengelmann umfangreiche Immobilien-Aktivitäten sowie zahlreiche Venture-Beteiligungen. Christian Haub ist den Unternehmensangaben zufolge seit 2018 alleingeschäftsführender Gesellschafter der Tengelmann Holding.

          Karl-Erivan Haub war im April 2018 nicht von einer Skitour im schweizerischen Zermatt zurückgekehrt. Das Amtsgericht Köln hatte ihn im Mai 2021 für tot erklärt.

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