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Langjähriger Tengelmann-Chef : Erivan Haub ist tot

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Erivan Haub bei der Eröffnung einer Pizza-Hut-Filiale am 8. Oktober 1985 in Frankfurt Bild: dpa

31 Jahre lang stand Erivan Haub an der Spitze der Tengelmann-Gruppe. Zu ihr gehören unter anderem Obi und Kik. Jetzt ist der Familienunternehmer verstorben.

          Der langjährige Chef der Tengelmann-Gruppe, Erivan Haub, ist tot. Er starb schon am 6. März unerwartet im Alter von 85 Jahren, wie Tengelmann am Montag mitteilte. Haub habe erst wenige Tage zuvor mit seiner Frau Helga die Diamantene Hochzeit auf seiner Ranch in Wyoming in den Vereinigten Staaten gefeiert. Er starb demnach in Pinedale in Wyoming.

          Haub war von 1969 bis 2000 Geschäftsführer der Tengelmann-Gruppe. Dazu gehören unter anderem die Baumarktkette Obi und der Textildiscounter Kik. Die Supermarktkette Kaiser’s Tengelmann verkaufte sein Sohn Erivan Haub im vergangenen Jahr an Edeka.

          Haub hatte 2000 die Geschäfte an seine Söhne übertragen, saß aber noch im Unternehmensbeirat. Mit Vollendung seines 80. Geburtstags zog er sich endgültig ins Privatleben zurück, wie das Unternehmen weiter mitteilte.

          Erivan Haub wurde am 29. September 1932 als einziges Kind von Erich und Elisabeth Haub in Wiesbaden geboren. Nach Abitur, Ausbildung zum Großhandelskaufmann und Stationen in den Vereinigten Staaten und auf Kuba studierte er Volkswirtschaftslehre beim späteren „Superminister“ der Bundesrepublik, Prof. Dr. Karl Schiller, bevor er 1963 in das Familienunternehmen Schmitz-Scholl/Tengelmann eintrat.

          Nach dem Tod seines Onkels Karl Schmitz-Scholl übernahm Erivan Haub am 24. März 1969 in vierter Generation die Geschäftsführung der Unternehmensgruppe. Unter seiner Führung kaufte sie zahlreiche Handelsunternehmen und Supermarktfilialen in In- und Ausland. Im Jahr 2000 ernannte er als Nachfolger seine beiden Söhne, Karl-Eivan Haub für das Europa-Geschäft und Christian Haub für das Nordamerika-Geschäft. Zugleich übernahm er den Vorsitz des Beirats der Unternehmensgruppe. Im Jahr 2012 zog er sich ins Privatleben zurück.

          Erivan Haub (rechts) und sein Sohn Karl-Erivan im Dezember 1998 im Garten eines alten Familienanwesens in Mühlheim an der Ruhr

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