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Tencent kauft UMG-Anteile : Teure Musik

Auch Werke der Rolling Stones um Mick Jagger gehören zum Katalog von Universal. Bild: Reuters

Universals stolze Bewertung von 30 Milliarden Euro dürfte die Vivendi-Aktionäre freuen. Sie unterstreicht aber auch die beachtliche wirtschaftliche Erholung der Musikbranche.

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          Was sich im August 2018 angebahnt hat, ist nun offiziell. Der chinesische Internetriese Tencent schnappt sich einen Teil des größten Musiklabels der Welt. Die stolze Bewertung von 30 Milliarden Euro dürfte die Vivendi-Aktionäre jubeln lassen, sie unterstreicht aber auch die beachtliche Erholung der Branche. Denn im Jahr 2018 war der internationale Markt für Musikaufnahmen nach dem Tiefpunkt 2014 (14,3 Milliarden Dollar) schon wieder 19,1 Milliarden Dollar schwer – Tendenz bis heute weiter steigend.

          Zu verdanken haben Universal und Co. diese Renaissance vor allem dem Streaming-Boom im Internet, der den Bedeutungsverlust der physischen Tonträger wie Schallplatte oder CD überkompensiert. Hier liegt auch der Reiz des Tencent-Deals für Vivendi.

          Während Branchenbeobachter in Amerika oder Großbritannien ein Abflauen des rasanten Wachstums prognostizieren, wird in Südamerika, Afrika und gerade auch Asien noch großes Potential gesehen. Ein lukrativer, aber komplizierter Markt, in dem Universal Music bislang noch nicht allzu stark vertreten ist. Da dürfte der neue Partner hilfreich sein. Zumal Tencents Streamingdienst auch gleich noch bei der China-Dependance des Labels einsteigen soll.

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