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„Historische Weichenstellung“ : Telekom-Chef setzt auf Amerika und sagt mehr Geschäft voraus

  • Aktualisiert am

Im Juni erleuchtete die Telekom den Düsseldorfer Rheinturm mit einer eigenen Lichtshow. Bild: dpa

Der Deutschen Telekom ist eine wichtige Übernahme in den Vereinigten Staaten gelungen. Konzern-Chef Höttges sagt, was daraus folgt.

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          Die Deutsche Telekom hat im zweiten Quartal aufgrund der Übernahme des amerikanischen Wettbewerbers Sprint erheblich weniger Überschuss erwirtschaftet als zur gleichen Zeit im vergangenen Jahr. So rutschte der Nettogewinn um mehr als 20 Prozent auf 754 Millionen Euro ab.

          Das teilte der Dax-Konzern am Donnerstag mit. Der Gewinn vor Steuern und Zinsen allerdings legte bei wachsendem Umsatz gegenüber dem Vergleichszeitraum von 2,3 auf knapp 3,1 Milliarden Euro zu.

          Die milliardenschwere Fusion der Tochtergesellschaft T-Mobile US mit der kleinere amerikanischen Sprint-Gruppe schlug im zweiten Quartal mit umgerechnet rund 700 Millionen Euro zu Buche. Der Umsatz der Telekom stieg infolge des Zukaufs allerdings um mehr als ein Drittel auf  27 Milliarden Euro. Davon entfielen etwa 7 Milliarden Euro auf die bilanzielle Konsolidierung von Sprint. Vorstandschef Tim Höttges bekräftigte den Kurs in Amerika. „Die Fusion in den Vereinigten Staaten ist für den Konzern eine historische Weichenstellung.“

          Mit dem Ergebnis übertraf die Telekom die Prognosen vieler Analysten. Diese hatten im Schnitt einen Umsatz von 25,6 Milliarden Euro und einen bereinigten Betriebsgewinn von knapp 9 Milliarden Euro erwartet. Die Telekom hatte diese Schätzungen selbst in Auftrag gegeben.

          Vor dem Hintergrund des jüngsten Zahlenwerkes und der Übernahme von Sprint erhöhte der Vorstand um den Vorsitzenden Tim Höttges den Umsatz- und Gewinn-Ausblick auf das gesamte Geschäftsjahr. „Unsere Erwartungen für den Konzern für das Geschäftsjahr 2020 erhöhen sich damit für das bereinigte Ergebnis vor Steuern und Zinsen von bislang 25,5 Miliarden Euro auf rund 34 Milliarden Euro“, heißt es seitens des Unternehmens.

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