https://www.faz.net/-gqe-8attu

Telefónica : O2 und E-Plus verschmelzen Mobilfunk-Netze

  • Aktualisiert am

Werden nun auch technisch eins: E-Plus und O2. Bild: dpa

Seit der Fusion im vergangenen Jahr vereint der Mobilfunkanbieter die meisten Kunden in Deutschland. Nun steht der technische Zusammenschluss auf dem Plan.

          1 Min.

          Nach der Übernahme des Netzbetreibers E-Plus durch Telefónica im vergangenen Jahr wird die komplette Integration der Netze von O2 und E-Plus gestartet. Im Januar 2016 werde mit der Zusammenführung der UMTS- und GSM-Netze begonnen, teilte Telefónica Deutschland am Dienstag in München mit. Parallel dazu werde das LTE-Netz „zügig ausgebaut“, um damit „Mitte 2016“ auch eine gemeinsame LTE-Nutzung zu ermöglichen. Damit würden die Stärken des O2-Netzes bei LTE mit denen von E-Plus bei UMTS vereinigt, betonte das Unternehmen.

          E-Plus gehört seit Oktober 2014 zu dem O2-Netzanbieter. Dafür blätterte das Tochterunternehmen der spanischen Telefónica insgesamt mehr als acht Milliarden Euro auf den Tisch. Gemessen an der Kundenzahl ist Telefónica mit 42 Millionen der Marktführer, vor der Deutschen Telekom und Vodafone . Handykunden von Telefónica konnten bereits seit Mitte April über ein sogenanntes „Nationales Roaming“ auf eine Kombination der UMTS-Netze von O2 und E-Plus zurückgreifen.

          Ein „einmaliges technisches Großprojekt“

          Der Fokus der Netzintegration werde 2016 auf urbanen Ballungsräumen liegen. Im ersten Jahr der Netzintegration will Telefónica Deutschland mit dem neuen integrierten Netz mehr als 60 Prozent der Bevölkerung erreichen. Die komplette Netzintegration soll in einem Zeitraum von fünf Jahren abgeschlossen werden.

          Für das gemeinsame Netz wurden nach Angaben des Unternehmens die besten Mobilfunkstandorte ausgewählt, die geografisch optimal verteilt sind. Man sei in der Lage, einzelne Mobilfunkstationen in wenigen Stunden umzubauen und den Netzzusammenschluss in einem Gebiet innerhalb einer Woche vollständig umzusetzen.

          Markus Haas, der Chief Operating Officer von Telefónica Deutschland, sagte, es handele sich um „ein in Europa einmaliges technisches Großprojekt, das im erwarteten Umfang zu den Synergien beitragen wird, die wir dem Markt in Aussicht gestellt haben“. Mit der Integration der Netze und dem Abbau von nicht mehr benötigten Personalkapazitäten will das Management mehr als fünf Milliarden Euro einsparen.

          Weitere Themen

          Fed kauft weiter Anleihen im gewohnten Umfang

          Amerikanische Zentralbank : Fed kauft weiter Anleihen im gewohnten Umfang

          Die Federal Reserve bleibt bei ihrem Kaufprogramm für Anleihen. Auch den Leitzins verändert sie zunächst nicht. So soll die Wirtschaft weiter angekurbelt werden. Die Inflation fällt stärker aus als von den Notenbankern erwartet.

          Topmeldungen

          Sieht den Fehler nicht bei sich: Olaf Scholz Ende April

          Cum-Ex : Schweigen über Steuertricks

          Alle Parteien begrüßen die höchstrichterliche Entscheidung zu Cum-ex, da die verwerfliche Praxis doch den Staat Milliarden gekostet hat. Der Bürger darf sich weiterhin fragen, wie es dazu kommen konnte.
          Guckloch: Blick auf die Altstadt Jerusalems mit dem Tempelberg

          Muslimisch-Jüdischer Dialog : Koscher oder halal?

          Ein muslimisch-jüdisches Paar bietet Anlass zu Projektionen. Ihre Ehe ist kein politisches Projekt – und führt doch in etliche Konfliktfelder. Davon berichten unsere beiden Kolumnisten von nun an in „Muslimisch-jüdisches Abendbrot“.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.