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Teilverkauf der Austrian Airlines : Nur noch die Lufthansa bietet

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Hoch verschuldet: Austrian Airlines Bild: AP

Der Verkauf der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines an die Deutsche Lufthansa wird immer wahrscheinlicher. Nach Angaben der Regierung in Wien wird ab jetzt nur noch mit der Lufthansa verhandelt.

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          Der Verkauf der österreichischen Fluggesellschaft Austrian Airlines (AUA) an die Deutsche Lufthansa wird immer wahrscheinlicher. Nach Angaben der Regierung in Wien wirde ab jetzt nur noch mit der Lufthansa verhandelt.

          Die beiden anderen Interessenten, Air France-KLM und die russische Fluggesellschaft S7, seien nicht länger im Bieterprozess, hieß es in einer von der österreichischen Nachrichtenagentur APA verbreiteten Erklärung. Lufthansa-Sprecher Patrick Meschenmoser teilte dazu nur mit: „Gemäß der Regel des Verfahrens kommentiert die Lufthansa diese Meldung nicht.“

          Lufthansa fordert Schuldennachlass

          In den Gesprächen mit der Lufthansa werde nun geprüft, ob der von der deutschen Airline geforderte Schuldennachlass gemäß den EU-Regelungen möglich sei.

          Medienberichten zufolge fordert die Lufthansa, dass der österreichische Staat Schulden der angeschlagenen Fluggesellschaft in Höhe von 500 Millionen Euro übernimmt. Im Gegenzug wolle Lufthansa garantieren, dass der AUA-Sitz mindestens weitere 30 Jahre in Wien bleibt.

          Sperrminorität muss in österreichischen Händen bleiben

          Nach Angaben der österreichischen Übernahmekommission erwägt die Lufthansa auch ein Angebot an den Streubesitz. Die Sperrminorität von 25 Prozent plus eine Aktie muss aber in österreichischen Händen bleiben. Darauf hatte sich die Regierung festgelegt.

          Den Berichten zufolge will die Kranichlinie für Anteil von knapp 42 Prozent nur einen symbolischen Preis von einem Cent je Aktie bieten. Kleinaktionäre der AUA sollen demnach vier bis 4,50 Euro bekommen.

          Die österreichische Fluggesellschaft sitzt derzeit auf einem Schuldenberg von knapp einer Milliarde Euro. Zudem wird die österreichische Fluglinie 2008 einen Verlust von bis zu 120 Millionen Euro einfliegen.

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