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Doppelspitze bei Netflix : Hollywood statt Silicon Valley

Das Vorstandsvorsitzenden-Duo des Videodienstes Netflix: Reed Hastings (li.) und der neue Ko-Chef Ted Sarandos Bild: AP

Netflix hat nun eine Doppelspitze: Ted Sarandos wird zum Ko-Vorstandschef befördert. Das unterstreicht, wie sich das Selbstverständnis des Videodienstes gewandelt hat.

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          Als Ted Sarandos beim Videodienst Netflix anheuerte, waren DVDs noch der letzte Schrei. Das war 1999, und er arbeitete für eine Kette von Videotheken. Netflix-Mitgründer Reed Hastings wurde durch einen Artikel in einer Fachzeitung auf ihn aufmerksam. Der drehte sich darum, wie sein Filmverleih jenseits von VHS-Videokassetten verstärkt auf DVDs setzen will.

          Roland Lindner
          Wirtschaftskorrespondent in New York.

          Netflix begann selbst als Verleiher von DVDs, aber als Hastings sich zum ersten Mal mit Sarandos traf, machte er klar, dass er das nur als Übergangslösung sah und Filme in der Zukunft nicht auf physischen Datenträgern vertreiben wollte, sondern über das Internet. Sarandos war skeptisch. Das Internet steckte damals noch in den Anfängen, und Netflix sah sich mächtiger Konkurrenz durch den Filmverleihgiganten Blockbuster gegenüber. Aber Hastings warb hartnäckig um Sarandos und konnte ihn schließlich überzeugen, zu Netflix zu wechseln.

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