https://www.faz.net/-gqe-14x1a

Technologie : Gute Ergebnisse für Apple und Texas Instruments

  • Aktualisiert am

Wieder einmal hat Apple die Erwartungen der Analysten übertroffen Bild: REUTERS

Apple hat unbeeindruckt von der Wirtschaftskrise zuletzt so viele seiner Mac-Rechner und iPhone-Handys wie nie zuvor verkauft. Und Texas Instruments profitiert von der starken Nachfrage nach Mikroprozessoren. In der Technolgiebranche geht es aufwärts.

          2 Min.

          Für die Technologiebranche scheint die Krise vorbei. Viele Konzerne aus der Computer- und Software-Industrie haben im Schlussquartal 2009 nahtlos an die Ergebnisse aus Boomzeiten angeknüpft. Der Elektronikkonzern Apple und der Chip-Hersteller Texas Instruments setzen am Montagabend den vorläufigen Schluss- und Höhepunkt.

          Apple setzte vollkommen unbeeindruckt von der Wirtschaftskrise von Oktober bis Dezember so viele seiner Mac-Rechner und iPhone-Handys ab wie nie zuvor. Und der gute Lauf soll anhalten. „Die neuen Produkte, die wir dieses Jahr herausbringen wollen, sind sehr stark“, sagte Konzernchef Steve Jobs im kalifornischen Cupertino.

          Er verriet allerdings nicht, um was es sich genau handelt. Für Mittwoch hat Apple zu einer Produktvorstellung eingeladen. Spekuliert wird schon seit langem über einen Tablet-Computer mit berührungsempfindlichem Bildschirm.

          Apples Gewinn steigt um 50 Prozent

          Unterm Strich verdiente Apple im wichtigen Weihnachtsquartal knapp 3,4 Milliarden Dollar und damit anderthalb mal so viel wie vor einem Jahr. Der Umsatz stieg um ein Drittel auf 15,7 Milliarden Dollar. Analysten beglückwünschten die Konzernführung für das gute Abschneiden.

          Von Oktober bis Dezember verdoppelte Apple seine iPhone-Verkäufe auf 8,7 Millionen Stück. Besonders gut kam das multifunktionale Handy unter anderem in Deutschland an. Die Mac-Rechner verkauften sich 3,36 Millionen Mal, ein Anstieg von einem Drittel gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Einzig der Musikspieler iPod schwächelte abermals; hier ging der Absatz um 8 Prozent auf 21 Millionen Stück zurück. Viele Kunden verzichten wegen des iPhone auf einen iPod.

          Texas Instruments wächst zweistellig

          Mit derartigen Steigerungsraten konnte das Chip-Urgestein Texas Instruments zwar nicht aufwarten. Aber auch hier gab es zweistelliges Wachstum. „Die Nachfrage war in allen Endmärkten stark“, sagte Konzernchef Rich Templeton in Dallas. Nicht einmal den üblichen Knick zu Weihnachten habe es gegeben.

          Texas Instruments verdiente von Oktober bis November unterm Strich 655 Millionen Dollar. Im Vorjahreszeitraum waren es gerade einmal 107 Millionen Dollar gewesen. Getragen von der gestiegenen Nachfrage wuchs der Umsatz um 21 Prozent auf 3,0 Milliarden Dollar. Damit ging die Erholung schneller vonstatten als Experten erwartet hatten.

          Texas Instruments ist Branchenführer im Geschäft mit analogen und integrierten Prozessoren für einfache Rechenaufgaben. Die TI-Chips kommen in Geräten von der Waschmaschine bis zum Fernseher zum Einsatz. Daher gilt das Abschneiden des Konzerns als Konjunkturbarometer für Elektronikhersteller. Schülern ist Texas Instruments durch seine Taschenrechner bekannt.

          Intel und AMD gaben die Richtung vor

          Intel und AMD hatten in den vergangenen beiden Wochen bereits die Richtung vorgegeben: Das Geschäft reichte schon wieder an das Niveau vor der Krise heran (lesen Sie dazu Intel profitiert von Belebung im Computermarkt. Vor allem die gestiegenen IT-Investitionen der Unternehmen in neue Hardware machten sich bemerkbar. In der Krise hatten die Firmen ihre Ausgaben für neue Computer drastisch heruntergefahren mit der Folge, dass viele veraltete Geräte in den Büros und Fabrikhallen stehen.

          Apple macht den Großteil seines Umsatzes allerdings mit der privaten Kundschaft. Und die Fans hoffen, dass es nun Schlag auf Schlag weitergeht. Sollte Apple tatsächlich einen Tablet-Computer herausbringen, würde das vor allem dem E-Book-Reader „Kindle“ von Amazon Konkurrenz machen. Das Lesegerät für elektronische Bücher ist der Gewinnbringer des Handelskonzerns. Bei der Masse der Leser hat sich das E-Book aber noch nicht durchsetzen können. Branchenkenner trauen Apple mit seiner geschickten Marketing-Politik zu, das zu ändern. Das dürfte dann in neuerlichen Rekordzahlen enden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Angela Merkel mit Markus Söder und Michael Müller (im Vordergrund)

          Neue Corona-Beschlüsse : Der zweite Lockdown, der keiner ist

          Dieses Mal folgen die Länder dem harten Kurs der Kanzlerin. Auch wer das ablehnt, kann nicht wollen, was ohne Beschränkungen droht: ein Kontrollverlust, der über das Gesundheitswesen hinausgeht.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.