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Technologie : Apple mit starkem Gewinnplus

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Schwer in Mode: Apples iPhone Bild: Jesco Denzel

Einst nannte man das Unternehmen einen Computerhersteller. Doch längst profitiert Apple mehr von seinem iPhone-Handy oder dem Musikplayer iPod. Hier wächst der Umsatz sehr deutlich. Die Mac-Rechner sind erstmals seit Jahren weniger gefragt.

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          Rege Nachfrage nach dem iPhone hat Apple mitten in der Rezession eine kräftige Gewinnsteigerung beschert. Das kalifornische High-Tech-Unternehmen wies für das am 28. März beendete zweite Quartal einen Nettogewinn von 1,21 Milliarden Dollar aus. Das waren 15 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, was auch die Erwartungen der Börse übertraf.

          Dabei profitierte Apple von einer höheren Gewinnmarge aufgrund von sinkenden Chip-Preisen. Die Bruttogewinnspanne stieg von 32,9 auf 36,4 Prozent. „Wenn man sich anschaut, was rund um uns herum passiert, könnten wir nicht glücklicher sein“, sagte Finanzvorstand Peter Oppenheimer bei der Vorstellung der Zwischenbilanz in Cupertino.

          Apple steigerte seinen Umsatz um 9,0 Prozent auf 8,16 Milliarden Dollar. In diese Rechnung flossen 3,79 Millionen iPhones ein - der Absatz des Smartphones hat sich damit binnen Jahresfrist mehr als verdoppelt (plus 123 Prozent). Von seinem Musikplayer iPod verkaufte Apple 11 Millionen Geräte, 3 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Gefragt waren der neue iPod shuffle am unteren Ende der Modellpalette und der iPod Touch, der auch ohne Mobilfunkvertrag die Nutzung der meisten mobilen Anwendungen für das iPhone ermöglicht.

          Eine Rückgang von 3 Prozent gab es hingegen bei den Macintosh-Rechnern - trotz der Einführung neuer iMac-Modelle im März. Insgesamt wurden 2,2 Millionen Computer mit dem Mac-System verkauft. Gefragt waren vor allem die preiswerteren Modelle Mac Mini und bei den Notebooks das Basismodell des MacBooks. Der Umsatzrückgang im Mac-Geschäft fiel mit 16 Prozent daher noch deutlicher aus als die Entwicklung bei den Stückzahlen.

          Oppenheimer sagte, dass Vorstandschef Steve Jobs wie angekündigt Ende Juni ins Management zurückkehren will. Der Mitbegründer des Unternehmens hatte sich im Januar aus Gesundheitsgründen aus der aktiven Geschäftsführung zurückgezogen.

          Von seinen Umsätzen erzielte das Unternehmen 46 Prozent abseits des Heimatmarktes. Der Konzern will im laufenden Geschäftsjahr rund zwei Dutzend weitere seiner Apple-Stores eröffnen, etwa die Hälfte davon außerhalb der Vereinigten Staaten.

          Für das laufende dritte Geschäftsquartal rechnet der Konzern mit einem Umsatz zwischen 7,7 und 7,9 Milliarden Dollar. Der Gewinn je Aktie soll 0,95 bis 1,00 Dollar betragen. Analysten hatten hier mehr erwartet, aber Apple ist für seine zurückhaltenden Prognosen und später zuletzt immer weit besseren tatsächlichen Zahlen bekannt.

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