https://www.faz.net/-gqe-7wpnx

Reaktion auf Vorschläge : Taxiverband: Uber will nur Steuervorteile einstreichen

  • Aktualisiert am

Die Taxifahrer mögen Uber nicht. Bild: dpa

Der amerikanische Fahrdienstvermittler Uber hat konkrete Vorschläge gemacht, wie das Taxi-Recht reformiert werden soll. Und eine Art Minijob für selbstständige Taxifahrer gefordert. Der Taxi-Verband findet das nicht witzig.

          1 Min.

          Die Reformvorschläge des umstrittenen Fahrdienst-Vermittlers Uber sind am Montag aus der Taxibranche zurückgewiesen worden. Der Vorschlag einer vereinfachten Besteuerung heiße im Klartext nur, dass man sich Subventionen vom Staat wünsche, „damit sich das Geschäft besser rechnet“, erklärte Dieter Schlenker von der Genossenschaft Taxi Deutschland. Uber hatte am Wochenende unter anderem eine Reform des Personenbeförderungsgesetzes angeregt. So solle etwa bei Umsätzen von maximal 450 Euro im Monat eine vereinfachte Besteuerung gelten, sagte Fabien Nestmann aus dem deutschen Uber-Management der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

          Nach Nestmanns Vorstellungen stehe eine dringende Reform des Personenbeförderungsgesetzes an. „Das sind ziemlich alte Gesetze aus den 60er Jahren, die nicht mehr ins heutige Zeitalter mit Smartphones und Satellitennavigation passen“, sagte der Uber-Manager. Für Gelegenheitsarbeiter seien auch die strengen Gesundheitsvorschriften überflüssig. „Für sechs oder zehn Stunden Fahrdienst in der Woche muss man kein durchtrainierter Triathlet sein.“ Damit ziehe Uber die Gesundheitsprüfung einfach „ins Lächerliche“, kritisiert Schlenker. „Dabei muss auch eine Zehn-Minuten-Fahrt sicher sein.“

          Die Genossenschaft Taxi Deutschland vertritt die Taxi-Zentralen hierzulande. Die Branche sieht in den Smartphone-Apps von Uber unlauteren Wettbewerb. Mit Uber Pop etwa engagiert das kalifornische Unternehmen Privatleute als Fahrer, die nicht die Richtlinien des hier geltenden Personenbeförderungsgesetzes befolgen.

          Weitere Themen

          VW will Europcar zurückhaben

          15 Jahre nach Verkauf : VW will Europcar zurückhaben

          Europas größter Autohersteller bestätigt öffentlich Interesse daran, den Autovermieter wieder zu kaufen. Denn seit 2006 haben sich die Prioritäten im Konzern verschoben.

          Bosch baut seine Führung komplett um

          Generationswechsel : Bosch baut seine Führung komplett um

          Dass Stefan Hartung an die Spitze des Technologiekonzerns aufrückt, war schon länger klar. Doch wie groß der Umbau ausfällt, überrascht. Vor allem die neue Position des bisherigen Chefs erregt Aufmerksamkeit.

          Topmeldungen

          Die HMS Defender bei ihrer Ankunft im Hafen von Odessa am 18. Juni

          Vorfall im Schwarzen Meer : Wollte die Royal Navy Russland provozieren?

          In Großbritannien verstärkt sich der Eindruck, dass die Royal Navy im Schwarzen Meer ein Zeichen setzen wollte. Moskau droht für Wiederholungen mit Bombenangriffen „nicht einfach in den Kurs, sondern auf das Ziel“.
          Der neue Bosch-Chef Stefan Hartung

          Generationswechsel : Bosch baut seine Führung komplett um

          Dass Stefan Hartung an die Spitze des Technologiekonzerns aufrückt, war schon länger klar. Doch wie groß der Umbau ausfällt, überrascht. Vor allem die neue Position des bisherigen Chefs erregt Aufmerksamkeit.

          Regenbogen-Spiel in München : Die Welt zu Gast bei Moralisten

          Die Politisierung des Fußballs hat ihren Preis. Ist der Regenbogen jetzt das neue Schwarz-Rot-Gold? Das deutsche EM-Spiel gegen Ungarn beschert einen Abend beklemmender Gefühle.
          Kanzlerin Angela Merkel mit zwei ihrer möglichen Amtsnachfolger: Annalena Baerbock (Mitte) und Armin Laschet (rechts)

          Merkels Regierungserklärung : Umringt von Kandidaten

          Angela Merkels mutmaßlich letzte Regierungserklärung im Bundestag wird zum Schaulaufen der Kandidaten um ihre Nachfolge. Dabei schlagen sich nicht alle gleichermaßen gut.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.