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Taxi-Konkurrent : Kalifornien stuft Uber-Fahrer als Angestellte ein

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Uber-Fahrer in Kalifornien protestieren gegen ihre Arbeitsbedingungen Bild: Reuters

Diese Entscheidung könnte das Geschäftsmodell des Taxikonkurrenten Uber untergraben: Die Fahrer könnten als Angestellte und nicht als selbständige Unternehmer betrachtet werden, findet die Arbeitskommission von Kalifornien.

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          Eine Behörden-Entscheidung in der Uber-Heimatstadt San Francisco könnte das Geschäftsmodell des umstrittenen Fahrdienst-Vermittlers untergraben. Die Arbeitskommission von Kalifornien befand, dass Fahrer von Uber als Angestellte der Firma und nicht als eigenständige Unternehmer betrachtet werden können. Uber legt dagegen Berufung ein, wie der Finanzdienst Bloomberg berichtete.

          Die Entscheidung wurde durch den Streit einer früheren Fahrerin mit Uber ausgelöst, der von dem Unternehmen Geld forderte. Die Firma sah sich nicht verpflichtet, ein Gehalt zu zahlen, weil die Fahrer unabhängige Anbieter seien. Die Uber-Plattform diene nur zur Vermittlung ihrer Dienste. Die Behörde konterte, Uber diktiere wichtige Rahmenbedingungen wie etwa das Alter des Wagens oder wer als Fahrer in Frage komme. Das Unternehmen muss der Frau nun mehr als 4000 Dollar zahlen.

          Mit der Einstufung als Angestellte erhalten die Fahrer deutlich mehr Ansprüche, etwa auf Sozialversicherung und Arbeitslosenversicherung. Dies würde die Kosten in die Höhe treiben und sich damit auf die Firmenbewertung auswirken, die derzeit auf mehr als 40 Milliarden Dollar geschätzt wird.

          Uber sieht sich als Vermittlungsplattform

          Uber erklärte in einer Reaktion, die Entscheidung der Kommission sei nicht bindend, betreffe nur den einen Fall und widerspreche zudem einem ihrer früheren Beschlüsse. Fünf weitere amerikanische Bundesstaaten seien zu der Ansicht gekommen, dass die Uber-Fahrer unabhängige Vertragspartner seien. Für Uber ist die Rolle als Vermittlungsplattform ein Schlüsselelement des Geschäftsmodells, auch um strikten Regulierungsvorgaben für das klassische Taxi-Gewerbe auszuweichen.

          Inspiriert von Uber haben sich unzählige Unternehmen mit einem ähnlichem Geschäftsmodell gegründet: Washio wäscht einem die Wäsche, Helping schickt die Putzfrau und bei Task Rabbit findet man jemanden, der einem wahlweise die Wände streicht, den Hund ausführt oder sich für Konzertkarten in die Schlange stellt. Diese Anbieter sehen sich in der Regel als Vermittler von Dienstleistungen, die Arbeitskräfte sind oft nicht festangestellt. Immer wieder gibt es jedoch Diskussionen über die Problematik der Scheinselbstständigkeit.

          Auch in New York hat der Taxiersatz-Dienst laut einem Zeitungsbericht Behördenstress. Die Taxi- und Limousinenkommission der Stadt habe von Ende April bis Mitte Juni 496 Wagen von Uber-Fahrern beschlagnahmt, berichtete die „New York Post“ am Dienstag unter Berufung auf Dokumente der Behörde. In dem Fall betreffen die Vorwürfe allerdings eher die Fahrer als das Unternehmen. Sie sollen Kunden befördert haben, ohne dass die Fahrten vorher per App arrangiert worden seien.

          Die „street hails“, bei denen Passanten Taxis mit der Hand heranwinken, seien für Uber jedoch verboten, heißt es in dem Bericht. Ein Unternehmenssprecher kritisierte das Verhalten der Fahrer, bemühte sich aber zugleich, das Ausmaß des Problems zu relativieren. Es handele sich um eine kleine Gruppe, die Regelverstöße würden einen verschwindens geringen Teil der von Uber vermittelten Fahrten betreffen.

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