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Flaschenaufsatz : Mit dem Taste Hero soll Flaschenbier wie frisch gezapft schmecken

  • -Aktualisiert am

Der Aufsatz be- und entlüftet das Bier. Bild: Taste Hero

Seit Oktober ist das Produkt auf dem Markt. Es verkauft sich gut. Geholfen hat die Zusammenarbeit mit einem „Höhle der Löwen“- Investor.

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          Warum schmeckt ein Bier aus der Flasche anders als ein frisch gezapftes? Diese Frage stellten sich Jürgen Schade und sein Freund Thorsten Schäfer auf einer Grillparty. Zusammen mit Schades Tochter Jana hat man daraufhin den „Taste Hero“ entwickelt. Dabei handelt es sich um einen Flaschenaufsatz, der herkömmliches Flaschenbier wie frisch gezapft schmecken lassen soll. Er wird auf einer Glas- oder PET-Flasche angebracht.

          „Unser Aufsatz be- und entlüftet das Getränk mit Hilfe einer Siebstruktur beim Einschenkprozess“, erklärt Jana Schade. „Somit reichern wir das Getränk mit Sauerstoff an, und die Kohlensäure perlt aus, da ein Teil der Kohlensäure entzogen wird. Dadurch schmeckt das Getränk milder.“

          Der Taste Hero ist seit dem 18. September 2019 auf dem Markt. Innerhalb von drei Monaten hat die Schäfer, Schade & Schade GbR aus Lauenförde nach eigenen Angaben einen Umsatz von mehr als 4 Millionen Euro erzielt. Rund 800 000 Aufsätze wurden verkauft, ein Taste Hero kostet knapp 5 Euro und in Fußball-Fan-Shops mit Vereinslogo rund 8 Euro. Lieferländer sind Deutschland, Österreich und die Schweiz.

          Kooperation mit Kulmbacher

          Die Gründer hatten einen Auftritt in der Fernsehsendung „Die Höhle der Löwen“ und überzeugten den Investor Ralf Dümmel. Mit Dümmel und seinem Entwicklungsteam habe man Taste Hero weiterentwickelt. Auch habe sich Dümmels DS Produkte GmbH um den Versand des Taste Heros und die gesamte Organisation der Produktion gekümmert, erzählt Jana Schade.

          Das Unternehmen arbeitet mit der Kulmbacher Brauerei zusammen. Um einen „Kulmbacher Taste Hero“ als Zugabeartikel zu erhalten, muss der Verbraucher einen Kasten Bier kaufen. Birgit Reichardt von Kulmbacher sagt, Zugaben müssten eine „gewisse Wertigkeit“ ausdrücken. „Die Zusammenarbeit war demnach für uns optimal.“

          Jana Schade ist Tourismuskauffrau, ihr Vater Gas- und Wasserinstallateur, und Thorsten Schäfer ist Industriemechaniker. Die drei hoffen, bald nur noch für ihr Unternehmen zu arbeiten.

          Der Artikel stammt aus dem Schülerprojekt „Jugend und Wirtschaft“, das die F.A.Z. gemeinsam mit dem Bundesverband deutscher Banken veranstaltet.

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