https://www.faz.net/-gqe-a5wcl

Zum Black Friday : Mehrtägiger Streik an deutschen Amazon-Standorten gestartet

  • Aktualisiert am

Amazon betreibt in Deutschland mehrere Standorte, darunter auch in Werne. Bild: EPA

Im Kampf um einen Tarifvertrag wollen die Mitarbeiter des Onlinehändlers Amazon abermals Druck machen. An mehreren Standorten folgten die Beschäftigten dem Aufruf der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und legten am frühen Donnerstagmorgen die Arbeit nieder.

          1 Min.

          Mit einem mehrtägigen Streik wollen Amazon-Mitarbeiter in Deutschland im jahrelangen Kampf für einen Tarifvertrag abermals Druck machen. Im Rahmen eines bundesweiten Streiks, zu dem die Gewerkschaft Verdi aufgerufen hatte, legten Mitarbeiter mit Beginn der Schicht von Mittwoch auf Donnerstag an mehreren Standorten ihre Arbeit nieder, beispielsweise in Koblenz, Rheine und Werne. Der Streik soll demnach bis Samstag dauern.

          So sei aufgrund der Corona-Pandemie in Absprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt in Koblenz ein „stiller Streik“ vereinbart worden. Die meisten Streikenden seien zu Hause geblieben, teilte der Sprecher mit. Vor dem Werksgelände versammelten sich demnach Donnerstagmorgen nur knapp zehn Beschäftigte. Wie viele Beschäftigte insgesamt die Arbeit niederlegten, kann nach Angaben des Sprechers erst nach dem Streik beurteilt werden. Er schätze die Streikbeteiligung aber höher ein als in den vergangenen Jahren.

          Seit Jahren festgefahrener Konflikt

          Rund um den umsatzstarken Einkaufstag „Black Friday“ hatte die Gewerkschaft an sieben deutschen Versandzentren zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. In Koblenz sind laut Verdi-Sprecher derzeit etwa 2600 Mitarbeiter beschäftigt, davon etwa 800 Saisonarbeiter für die Weihnachtszeit.

          Bei Amazon in Deutschland wird seit Jahren immer wieder gestreikt – ohne dass es in dem festgefahrenen Konflikt zu greifbaren Ergebnissen kommt. Verdi ruft regelmäßig zu Arbeitsniederlegungen auf – etwa im Weihnachtsgeschäft oder an Schnäppchen-Tagen wie „Black Friday“ und „Cyber Monday“. Die Gewerkschaft verlangt die Aufnahme von Tarifverhandlungen. Amazon argumentiert, dass das Unternehmen eine Bezahlung am oberen Ende des Branchenüblichen in der Logistik anbiete, zudem gebe es Karrierechancen und viele Extras. Auswirkungen auf Kundenlieferungen hätten die Protestaktionen nicht, hieß es.

          Der Konzern des amerikanischen Milliardärs Jeff Bezos lehnt Tarifverträge ab. Das Unternehmen hat seine Mitarbeiterzahl in den vergangenen Jahren vervielfacht. Auseinandersetzungen mit den Gewerkschaften gibt es nicht nur in Deutschland.

          Weitere Themen

          Drohende Turbulenzen

          Netz-Urteil : Drohende Turbulenzen

          Die Bundesregierung soll sich zu sehr in die der Netzagentur obliegende Regulierung der Strom- und Gasnetze einmischen.

          Topmeldungen

          Bald offiziell Amerikas Präsident: Joe Biden

          Joe Biden : „Wir sind im Krieg mit diesem Virus“

          Der künftige amerikanische Präsident Biden tritt sein Amt zu einer Zeit an, in der die Corona-Pandemie in den Vereinigten Staaten wilder tobt denn je. Die Impfung der Bevölkerung kommt nur schleppend voran. Biden präsentiert nun Pläne, wie er das ändern will.
          Bundeskanzlerin Angela Merkel und Generalsekretär Paul Ziemiak beim digitalen Parteitag der CDU am Freitagabend.

          CDU-Parteitag : Die Kanzlerin spart sich das Lob

          Zu Beginn des CDU-Parteitags gibt es viel Schulterklopfen für die scheidende Vorsitzende Kramp-Karrenbauer – nur Angela Merkel spricht lieber über ihre eigenen Leistungen. Und Markus Söder vom spannenden Aufstieg.
          Freundinnen: Luisa und Sophie wohnen zusammen in Frankfurt. Beide verdienen Geld mit Pornovideos, die sie selbst aufnehmen.

          Studentin in Geldnot : Pornos drehen für den Master

          Luisa besucht eine Hochschule im Rhein-Main-Gebiet und verkauft Sexvideos, um ihr Studium zu finanzieren. Sie sagt, das fühle sich dreckig an. Doch der Geldmangel habe sie dazu getrieben, und andere Nebenjobs sind ihr zu zeitaufwendig.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.