https://www.faz.net/-gqe-15wve

Tarifverhandlungen gescheitert : Piloten drohen mit neuem Streik nach Ostern

  • Aktualisiert am

Bild: reuters

Die Piloten der Lufthansa wollen nach Ostern wieder streiken. Wie die Vereinigung Cockpit am Montag mitteilte, sind die Tarifverhandlungen mit der Lufthansa abermals ohne Ergebnis geblieben.

          1 Min.

          Im Tarifstreit bei der Lufthansa drohen die Piloten mit einem weiteren Streik. Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) erklärte am Montag die nach einem ersten Arbeitskampf im Februar wieder aufgenommenen Verhandlungen für gescheitert. VC kündigte einen Ausstand vom 13. bis zum 16. April an. „Aus Rücksicht auf die Urlaubspläne der Kunden während der Oster-Feiertage“ habe man den Streik erst Mitte April angesetzt.

          Zugleich appellierte Cockpit an das Lufthansa-Management, seinen „bisherigen Kurs neu auszurichten“. „Eine Nullrunde oder sogar Absenkungen kommen überhaupt nur dann in Frage, wenn die Lufthansa die bereits bestehende Tarifvereinbarung zur Arbeitsplatzabsicherung wieder einhält“, erklärte die Tarifkommission der Gewerkschaft. Das derzeit vorliegende Angebot des Unternehmens bestehe aus einer 21-monatigen Nullrunde und einer deutlichen Verschlechterung des Manteltarifvertrages, kritisierte Cockpit. Mit dem Streiktermin Mitte April räume man dem Lufthansa-Management ausreichend Zeit für ein verbessertes Angebot ein.

          Lufthansa hält Angebot für angemessen

          Die Lufthansa erklärte am Montag, man habe den Piloten auf Basis des vor dem Arbeitsgericht am 22. Februar erzielten Vergleichs ein Angebot unterbreitet und sei damit auf Anliegen der Gewerkschaft zugegangen, wie die Sorge um die Sicherheit der Arbeitsplätze sowie Versorgungsanliegen. „Auf dieser Grundlage haben Unternehmen und Gewerkschaft in zahlreichen weiteren Verhandlungsrunden und Gesprächen versucht, einen gemeinsamen Lösungsansatz zu finden. Dennoch hat die Vereinigung Cockpit die Gespräche vorerst ausgesetzt“, hieß es bei Lufthansa. Das Angebot sei den Umständen angemessen, erklärte Lufthansa-Verhandlungsführer Roland Busch. Es müssten unter allen Umständen Kostensteigerungen vermieden werden.

          Der Tarifkonflikt läuft bereits seit Monaten. Bei den Verhandlungen geht es um den Vergütungs- und Manteltarifvertrag für das Cockpitpersonal der Lufthansa, Lufthansa Cargo und Germanwings. Experten halten eine baldige Einigung trotz wiederholter Gespräche für unwahrscheinlich. Der eintätige Pilotenstreik Ende Februar hatte Lufthansa bis zu 50 Millionen Euro gekostet (siehe: Lufthansa will Pilotenstreik gerichtlich stoppen). Am gleichen Tag noch war der Ausstand durch eine einstweilige Verfügung gestoppt worden.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Dicke Luft in Stuttgart

          Klimagipfel : Mit Verzichtspanik wird nichts erreicht

          Als müsste in einer klimafreundlicheren Welt jemand aufs Auto, aufs Heizen, Fliegen oder auf Kinder verzichten! Das Vertrauen in die Technik ist bei denen, die den Innovationsgeist am lautesten für sich reklamieren, am geringsten.
          Warnt die SPD: der CSU-Vorsitzende Markus Söder

          Zukunft der Groko : „Stabilität ja, Siechtum nein“

          Einen grundlegend neuen Kurs der Koalition werde es nicht geben, warnt die Union die SPD. Beim Klimapaket, das am Abend im Vermittlungsausschuss beraten wird, erwartet der Unionsfraktionschef aber eine schnelle Einigung.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.