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GDL-Chef Claus Weselsky : „Lokführer-Streiks werden härter und länger als bisher“

  • Aktualisiert am

GDL-Chef Claus Weselsky Bild: dpa

Endlich wieder reisen - oder? Die Lokführergewerkschaft GDL droht im Tarifstreit mit der Bahn mit einem Arbeitskampf, womöglich sogar in den Sommerferien. Die Bahn erklärt: Eine Einigung sei „eigentlich zum Greifen nah“.

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          Die Lokführergewerkschaft GDL kündigt einen massiven Arbeitskampf an. „Die Streiks werden härter und länger als in der Vergangenheit“, sagte GDL-Chef Claus Weselsky am Donnerstag zu dem Portal T-Online, ohne jedoch einen genauen Termin zu nennen. „Ich kann Streiks in den Sommerferien nicht ausschließen. Das kann nur die Bahn.“ Sie müsse ein Angebot auf den Tisch legen, das es verdiene, verhandelt zu werden. „Es liegt allein an der Bahn, Arbeitskampfmaßnahmen zu verhindern.“

          Tausende Lokomotivführer und Zugbegleiter würden in den Streik eintreten, „weil sie die Nase voll haben von einer Geschäftsführung, die nur an sich denkt und die Schuld auf die Mitarbeiter abwälzen will“, sagte Weselsky. „Kommt kein Angebot, gehen wir in den Ausstand, so dass die Kunden der Bahn massive Einschränkungen spüren werden.“

          Beide Seiten haben sich zuletzt gegenseitig für ein Scheitern der Tarifverhandlungen verantwortlich gemacht. Die GDL fordert Lohnerhöhungen wie im öffentlichen Dienst von rund 3,2 Prozent. Nach Lesart der Bahn summieren sich die gesamten Forderungen der Lokführer aber auf etwa das Dreifache davon.

          Eine Bahn-Sprecherin sagte der Nachrichtenagentur AFP, das Unternehmen sei bereit, „sofort an den Verhandlungstisch zu kommen und eine Lösung zu finden“. Eine Einigung bleibe möglich und sei „eigentlich zum Greifen nah“. „Alles, was es für eine Lösung und weitere Verhandlungen braucht, liegt auf dem Tisch“, sagte die Sprecherin. Die Bahn habe fundierte Angebote gemacht. Weitere Bewegung könne es nur am Verhandlungstisch geben. „Wir fordern die GDL auf, sofort an den Verhandlungstisch zurückzukehren.“

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