https://www.faz.net/-gqe-896z6

Tarifgespräche : Lufthansa und Flugbegleiter scheitern

  • Aktualisiert am

Die Lufthansa hat mit Flugbegleitern und Piloten weiter Streit. Bild: Wolfgang Eilmes

Seit zwei Jahren streitet die Lufthansa mit den Flugbegleitern um Gehälter, Versorgung und Kündigungsschutz. Herausgekommen ist dabei auch am Montagabend - nichts.

          1 Min.

          Der Lufthansa ist mit ihrem Angebot zur Lösung des seit fast zwei Jahren anhaltenden Tarifstreits mit den Flugbegleitern kein Durchbruch gelungen. Nach jetzigem Stand sei man gescheitert, sagte der Chef der Gewerkschaft Ufo, Nicoley Baublies, in einer ersten Reaktion am Montagabend.

          Wichtige Punkte etwa zum Thema Kündigungsschutz fehlten. Es werde keine weiteren Verhandlungen mehr geben. Was das Thema Versorgung angehe, bleibe der Konzern sogar hinter dem letzten Entwurf zurück.

          Die Lufthansa hatte vorgeschlagen, dass die Flugbegleiter, die länger als bis zum 56. Lebensjahr fliegen, ihre betriebliche Altersversorgung deutlich erhöhen könnten. Zudem bot sie bei der Vergütung für 2015 eine Einmalzahlung von bis zu 2000 Euro an sowie jeweils für 2016 und 2017 eine Tariferhöhung um 1,7 Prozent für Mitarbeiter mit Einstellungsdatum vor dem1. Januar 2013. Sollten Kabinenmitarbeiter mit einem Einstiegsalter von 28 Jahren bis zum Alter von 65 fliegen, könnten sie dem Lufthansa-Vorschlag zufolge eine Rente bis zu 98 Prozent des letzten Grundgehalts erreichen.

          Dem Unternehmen zufolge ist das bisherige System wegen der niedrigen Zinsen und längeren Rentenzeiten unbezahlbar. Die Lufthansa gab im vergangenen Jahr rund 3,7 Milliarden Euro aus, um die Renten der Kabinenmitarbeiter zu finanzieren. Die Lufthansa befindet sich auch in einem Tarifkonflikt mit den Piloten.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Kulissen wie diese am Grundlsee ziehen Urlauber normalerweise in Scharen nach Österreich. 280.000 Menschen leben dort direkt vom Tourismus.

          Tourismus in Österreich : Urlaub nach der „Ischgl-Lektion“

          Ferien in Österreich: Das verspricht Erholung zwischen Bergen und Seen. Doch in der Corona-Krise zeigt das Geschäftsmodell seine Risiken. Warum das Land die Gäste aus Deutschland nun so dringend braucht.
          Wer will, wer hat noch nicht? Rekruten der Bundeswehr nehmen am 20. Juli 2009 vor dem Reichstagsgebäude in Berlin an einem öffentlichen Gelöbnis teil.

          Reaktionen auf Högl-Vorschlag : Wehrpflicht? Nein, danke!

          Die Wehrbeauftragte will eine Debatte über die Wiedereinsetzung. Dafür erntet sie heftige Kritik. Die Verteidigungsministerin schlägt einen Freiwilligendienst vor – ohne Högl zu erwähnen.
          Was vor 30.000 Jahren mit poliertem Gestein anfing, wurde im 19. Jahrhundert unter Strom gesetzt und erhält heute Design-Awards. Julia Ossko und Eugen Schulz setzten die Geschichte der Sexspielzeuge bildhaft in Szene.

          Die Geschichte der Sextoys : Komm, lass uns spielen

          Von Stein zu Silikon, vom Phallus zum Designobjekt – Sexspielzeuge sind (fast) so alt wie die Menschheit. Das Schmuddelimage war einmal, mittlerweile sind Dildos und andere Spielzeuge in der Mitte der Gesellschaft angekommen.

          Sommer-Transfermarkt : Eine ganz klare Ansage des FC Bayern

          Mit Leroy Sané gab es einen Millionen-Einkauf. Wie geht es nun weiter beim FC Bayern auf dem Transfermarkt? Karl-Heinz Rummenigge gibt Einblicke in die Münchner Planungen – vor allem mit Blick auf Kai Havertz.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.