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Takeaway gelingt Übernahme : Neuer Essensliefer-Riese nimmt Formen an

Ein Pizzabäcker bereitet in einem der Londoner Partnerrestaurants von Just Eat eine Pizza zu. Bild: Reuters

Monatelang hatten zwei Konzerne darum gepokert, wer den Lieferdienst Just Eat übernehmen darf. Nun steht der Sieger fest. Anleger haben noch Zeit, die Seiten zu wechseln.

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          Dem niederländischen Essenslieferkonzern Takeaway.com ist die Übernahme des britischen Lieferdienstes Just Eat gelungen. Wie Takeaway am Freitagnachmittag mitteilte, liegen dem Unternehmen Zusagen für 80,4 Prozent der Stimmrechte von Just Eat vor. Takeaway betreibt mit der orangefarbenen Marke Lieferando auch den größten Lieferdienst in Deutschland.

          Bastian Benrath

          Redakteur in der Wirtschaft.

          Damit geht ein monatelanger Bieterkampf mit dem südafrikanischen Konzern Naspers zu Ende. Über seine Tochtergesellschaft Prosus hatte der Konzern ein konkurrierendes Angebot für Just Eat vorgelegt, beide Bewerber hatten ihre Angebote im Laufe des Wettstreits noch einmal erhöht. Takeaways Annahmebedingung von 50 Prozent plus einer Aktie ist mit den verkündeten Zusagen übererfüllt. Mit dem Erfolg setzte sich deren Angebot in eigenen Aktien bei den Anlegern durch. Prosus hatte stattdessen eine Bezahlung in bar angeboten. Die Übernahme ist noch abhängig von einer Zustimmung der Kartellbehörden.

          In einer ersten Stellungnahme zeigte sich Takeaways Vorstandsvorsitzender Jitse Groen „begeistert“ vom Erfolg der Übernahme. „Ich möchte allen Beteiligten danken, insbesondere der Belegschaft von Just Eat für ihre Geduld in dieser für sie sicherlich unsicheren Zeit.“ Die beiden Unternehmen bildeten eine „Traumkombination“, er freue sich sehr darauf, den fusionierten Konzern für viele Jahre zu leiten.

          Für Aktionäre, die bislang nicht verkauft haben, bleibt das Angebot der Niederländer weiter geöffnet. Dem Vernehmen nach gilt das bis auf weiteres, es gibt keine Deadline. Nach dem britischen Fusionsrecht ist Takeway ab einem Anteil von 90 Prozent der Stimmrechte in der Lage, verbleibende Anteilseigner herauszudrängen.

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