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Tagebau Schöningen : Eon verkauft wohl Braunkohlerevier

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Das Tagebaugebiet bei Schöningen. Links das Kohlekraftwerk Buschhaus. Bild: dpa

Das Helmstedter Braunkohlerevier umfasst ein Kraftwerk und den Tagebau Schöningen. Dort soll noch bis 2016 oder 2017 Braunkohle gefördert werden, dann sind die Vorkommen erschöpft. Der Energiekonzern will sich jetzt schon trennen.

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          Der Energiekonzern Eon will sich offenbar von Braunkohle-Geschäften trennen. Der Düsseldorfer Versorger werde in Kürze das Braunkohlerevier Helmstedt samt dem Kraftwerk Buschhaus im südöstlichen Niedersachsen an die tschechische EPH verkaufen, berichtete die Zeitung „Die Welt“ (Montagausgabe) vorab unter Berufung auf ein Informationsschreiben an die Mitarbeiter. „Zu laufenden Gesprächen nehmen wir keine Stellung“, sagte ein Eon-Sprecher am Sonntag. EPH lehnte eine Stellungnahme ab.

          Das Helmstedter Braunkohlerevier umfasst im Wesentlichen das 1985 in Betrieb gegangene Kraftwerk Buschhaus mit einer installierten Leistung von 352 Megawatt und den Tagebau Schöningen. Dort soll noch bis 2016 oder 2017 Braunkohle gefördert werden, dann sind die Vorkommen erschöpft.

          Eon und der zu EPH gehörende Braunkohleschürfer Mibrag haben dem Bericht zufolge bereits eine Grundsatzeinigung erzielt. Allerdings seien „bis zum rechtlich wirksamen Vertragsabschluss noch einige Verhandlungspunkte zu klären“, zitierte die Zeitung aus einer schriftlichen Mitarbeiterinformation vom 12. Juli. Dabei gehe es offenbar um die Zukunft bestehender Stromlieferverträge des Kraftwerks Buschhaus mit dem Energiekonzern EnBW.

          E.ON ist durch die Energiewende unter Druck geraten und veräußert zahlreiche Beteiligungen. So hat sich der Versorger unter anderem von Anteilen an dem russischen Gazprom -Konzern, von Regionaltöchtern und vom Gasnetzbetreiber Open Grid Europe getrennt. Ingesamt peilt Eon-Chef Johannes Teyssen bis zum Ende des Prozesses einen Erlös von 20 Milliarden Euro an.

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