https://www.faz.net/-gqe-99009

Mögliche Fusion : T-Mobile verhandelt wieder mit Sprint

  • Aktualisiert am

Verizon und AT&T heißen die größten Wettbewerber von T-Mobile US und Sprint auf dem amerikanischen Markt. Bild: Reuters

Die Tochtergesellschaften von Telekom und einem japanischen Technikkonzern sprechen offenbar abermals über einen Zusammenschluss. Ziel: Die beiden Marktführer angreifen.

          1 Min.

          T-Mobile US und Sprint haben Insidern zufolge ihre Fusionsgespräche wieder aufgenommen. Die Verhandlungen befänden sich aber noch in einer frühen Phase, sagten mit den Vorgängen vertraute Personen am Dienstag. Eine Motivation für die neuen Gespräche sei, die finanziellen Belastungen durch Investitionen in Netze gemeinsam schultern zu wollen.

          Knackpunkt sei aber unter anderem die Möglichkeit für die T-Mobile-Muttergesellschaft Deutsche Telekom, die Gewinne der Tochtergesellschaft weiter für sich verbuchen zu können. Stellungnahmen der Unternehmen lagen zunächst nicht vor. Die Deutsche Telekom will T-Mobile schon länger mit Sprint zusammenbringen. Im November scheiterte ein Deal jedoch offenbar an der Machtfrage.

          Für die Telekom ist das Amerika-Geschäft einer der wichtigsten Umsatztreiber geworden. Der deutsche Konzern hält 63 Prozent an T-Mobile. Den Insidern zufolge müsste die Telekom frisches Geld in die Gesellschaft pumpen, um auch nach einer Fusion einen Anteil von über 50 Prozent zu haben. Sprint gehört zu etwa 85 Prozent der japanischen Softbank Group.

          T-Mobile US

          -- -- (--)
          • 1T
          • 1W
          • 3M
          • 1J
          • 3J
          • 5J
          Zur Detailansicht

          In den Vereinigten Staaten ist Sprint der kleinste von vier Wettbewerbern. Eine Fusion mit der Nummer drei, T-Mobile US, würde das gemeinsame Unternehmen deutlich näher an die Platzhirsche Verizon und AT&T heranbringen. Zuerst hatte das „Wall Street Journal“ von einem neuen Verhandlungsanlauf berichtet. An der Wall Street schlossen Sprint-Aktien etwa 17 Prozent fester, die Papiere von T-Mobile steigen 5,7 Prozent.

          Eigentlich hatten die Telekom und Softbank das Ringen um eine Fusion ihrer Mobilfunk-Tochtergesellschaften erst vor fünf Monaten offiziell eingestellt. Jetzt wird offenbar zum dritten Mal in vier Jahren eine Fusion ausgelotet.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Der Chef der Brexit-Partei, Nigel Farage, ruft dazu auf, Johnsons Abkommen abzulehnen.

          Nigel Farage : „Das ist einfach kein Brexit“

          +++ Jean-Claude Juncker empfiehlt Deal zur Annahme +++ Chef der Brexit-Partei und DUP lehnen Deal ab +++ EU-Gipfel beginnt um 15 Uhr +++ Alle Infos zum Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen im Liveblog.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.