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Mit blau-silbernen Dosen ist Red Bull berühmt geworden. Bild: Amadeus Waldner

Geschützte Marke : Blau-silber gehört nicht Red Bull allein

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Der Getränkehersteller Red Bull hat keinen alleinigen Anspruch auf die Farbkombination blau und silber. Das hat ein Gericht heute entschieden. Aber Red Bull dürfte sich wehren.

          Der Getränkehersteller Red Bull kann eine Farbkombination aus blau und silber nicht als Farbmarke schützen lassen. Das EU-Gericht in Luxemburg entschied am Donnerstag, dass die beantragte Marke nicht präzise genug formuliert und damit nicht ausreichend abgegrenzt sei. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Red Bull kann in den kommenden zwei Monaten Rechtsmittel einlegen.

          Der Hersteller von Energy-Drinks versucht seit Jahren, die Farbkombination seiner Dosen zu schützen. Dagegen klagte ein polnisches Unternehmen – mit Erfolg.

          Red Bull habe in der Beschreibung der Marke lediglich die beiden Farbtöne sowie ein Verhältnis von etwa 50:50 aufgeführt, sagte ein Gerichtssprecher. Das reicht aus Sicht des Gerichts aber nicht aus. Für eine klar abgrenzbare Farbmarke sei eine genauere Beschreibung der Zusammenstellung nötig. (Aktenzeichen: T 101/15 und T 102/15)

          Das Urteil könnte einige große Unternehmen treffen, die nicht zuletzt durch ihre Farbkombinationen bekannt geworden sind, meint der Markenrechtsfachmann Carsten Albrecht. „Es könnte passieren, dass Firmen mit großem Aufwand eine Farbkombination etablieren und sich andere daran anhängen und das nutzen“, sagte Albrecht.

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